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Horka macht den ersten Schritt für eine neue Kita

Ein Büro ist beauftragtden Neubau zu planen.Das Vorhaben hängt aber von der Genehmigung des Haushalts für 2012 ab.

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Von Arkadius Guzy

Die Diskussion um ein neues Gebäude für die Kindertagesstätte kam bisher nicht recht voran. Doch nun hat der Gemeinderat einen ersten Schritt gemacht. Er beauftragte ein Planungsbüro, das Vorhaben vorzubereiten. Die Gemeinde braucht nicht nur einen Entwurf und eine konkrete Kostenschätzung, um sich um Fördermittel bemühen zu können. Sie muss gleichzeitig einen Abbruchantrag für das jetzt als Kita genutzte Gebäude stellen. Da der Neubau auf der Fläche daneben entstehen soll, würden ohne einen Abriss die Abstandsflächen nicht stimmen, wie Bürgermeister Christian Nitschke erklärte. Der Planer kann auf Vorentwürfe zurückgreifen, die er bereits im Zusammenhang mit dem neuen Hort erstellt hatte.

Nitschke erklärte in der Gemeinderatssitzung noch einmal, dass die Zeit dränge. „Wir müssen uns dermaßen sputen“, sagte er. Die Förderperiode läuft aus und ein Teil der Mittel sei bereits gebunden, so Nitschke. Zusätzlich baut sich Druck dadurch auf, dass eine Schließung der Einrichtung droht. Die Kindertagesstätte entspricht nicht mehr den heutigen Standards. Vor allem der Brandschutz muss verbessert werden.

Ein Kredit ist notwendig

Die Gemeinde will deshalb nach außen guten Willen beweisen und zeigen, dass sie an der Sache arbeitet. Sie hatte sich zuerst von der Firma Nusser einen Vorschlag erstellen lassen. Der finde aber nicht die Zustimmung des Trägers, erklärte Nitschke. Die Zuordnung der Räumlichkeiten passe nicht. Der Grundriss weicht von den Überlegungen ab, die das DRK Görlitz vorgelegt hatte. Der Träger der Kinderbetreuung in Horka stellte sich eine ähnliche Aufteilung der Zimmer wie in der Siemens-Kindertagesstätte in Görlitz vor. So sind durch diese erste Entwurfsrunde bereits einige Wochen verloren.

Die Gemeinde geht für die neue Kita derzeit von einer Investition von 850000 Euro aus. Nach Abzug der Förderung bliebe für sie ein Eigenanteil von mehr als 300000 Euro. Der kann nicht mit eigenen Mitteln gedeckt werden. Deshalb sieht der Entwurf des Haushaltsplans für das kommende Jahr einen Kredit von 230000 Euro vor. Die Frage ist nur, ob die Kommunalaufsicht den Haushalt so genehmigt. Es könnte sein, dass die Gemeinde die Grundsteuer für Hausbesitzer auf den Landesdurchschnitt erhöhen muss, um zunächst eigene Quellen auszuschöpfen. Beschlossen ist ein neuer Hebesatz noch nicht. Aber zumindest ist die Diskussion darüber eröffnet. Sie wird im Januar fortgesetzt, wenn die Gemeinderäte den Haushalt im Ausschuss beraten.