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Hungerstreik im Abschiebegefängnis

Um gegen die Zustände auf der Hamburger Straße zu protestieren, isst und trinkt ein Mann nichts mehr. 

Blick auf das Abschiebegefängnis in Dresden © René Meinig

Seit vergangenem Donnerstag ist er in Haft im Abschiebegefängnis auf der Hamburger Straße, seit Freitag isst und trinkt er nichts mehr. Am Montag wurde Mohamed Al Bedam ins Krankenhaus Friedrichstadt eingewiesen. Seine schwangere deutsche Freundin besuchte ihn: „Es geht ihm schlecht, er ist in der geschlossenen Psychartrie und am Fuß gefesselt“, erzählt sie. Er streikt, um gegen die Inhaftierung zu protestieren. Der 28-jährige Marrokaner, der im wahren Leben anders heißt, kam 2015 nach Deutschland. Einen Aufenthaltstitel hat er nicht. „Er ist illegal hier, wir versuchen, mit einem Anwalt einen Antrag auf Aufenthalt zu stellen. Bisher ohne Erfolg“, so Ricarda Luch. Auf die Frage, warum Mohamed Al Bedam inhaftiert wurde, sagt sie: „Das Gericht sagt, er sei nicht auffindbar gewesen.“ Dabei habe er nur seine ältere Tochter besucht. Nach muslimischen Recht seien sie und ihr Freund schon verheiratet, auch in Deutschland wollen sich das nachholen. Doch dazu fehlen die Papiere.

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