merken
PLUS Löbau

Fast eine Million Euro Preisgeld

Sachsen hat die Preisträger des Wettstreits "Ideen für den ländlichen Raum" prämiert. Große Summen gehen nach Bernstadt, Mittelherwigsdorf, Schöpstal und Niesky.

Bert Salomo (rechts) und Henry Stuff gehören zu denen, die ein altes Umgebindehaus in Mittelherwigsdorf zu einem Treff ausbauen wollen.
Bert Salomo (rechts) und Henry Stuff gehören zu denen, die ein altes Umgebindehaus in Mittelherwigsdorf zu einem Treff ausbauen wollen. ©  Archivfoto: Matthias Weber

Mehrere Kommunen aus dem Kreis Görlitz gehören zu den Hauptgewinnern, die sechsstellige Preisgelder absahnen. Der Freistaat hatte zum zweiten Mal den Wettbewerb "Ideen für den ländlichen Raum" ausgelobt. Kommunen, aber auch Vereine oder Privatinitiativen konnten sich mit Projekten bewerben, für die sie Geld benötigen. Insgesamt hat das Ministerium für Regionalentwicklung über 4,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 

362 Bewerbungen gingen insgesamt ein, wie Thomas Schmidt, Minister für Regionalentwicklung, in einer Video-Pressekonferenz am Mittwoch erklärte. Eigentlich war für die Prämierung der Preisträger eine große Veranstaltung in der Stadthalle in Limbach-Oberfrohna geplant. Die fiel wegen Corona aus. Eine Jury wählte die kreativsten Beiträge aus. 

Gesundheit
Gesund und Fit
Gesund und Fit

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

Eltern als Initiatoren

300.000 Euro gibt es für die Gemeinde Schöpstal, der Ort zählt damit zu den Hauptgewinnern. "Kleine Träume schaffen Zukunft" heißt das Projekt der Schöpstaler. In allen Ortsteilen sind hier mehrere bauliche Vorhaben geplant. Es geht dabei um Integration und Inklusion von behinderten Menschen. Es solle ein Wir-Gefühl befördert werden, lobt Minister Schmidt. Entstehen sollen zum Beispiel Spiel- und Erlebnisplätze mit speziellen Spielgeräten, aber auch barrierefreie Zugänge und Sanitäranlagen. Ausgegangen war die Initiative von einer Selbsthilfegruppe von Eltern behinderter und nicht behinderter Kinder. 

200.000 Euro bekommen Niesky, Mittelherwigsdorf und Bernstadt. Niesky bewarb sich mit dem Projekt "Ortschafft(s)Leben 2.0". In den Ortsteilen Kosel, See, Stannewisch und  Ödernitz soll ein Netzwerk geschaffen werden, um Kräfte zu bündeln. Die Bürger sollen besser vernetzt werden, damit sie den Ort mit gestalten und bei Entscheidungen mitreden können. Dazu sind kleinere Teilprojekte in den Ortsteilen geplant. Veranstaltungen sollen zum Beispiel die Traditionen fortführen.

Bernstadt will ebenfalls seine Ortsteile mehr einbeziehen und plant ein Ortschaftszentrum. Dazu soll die Mehrzweckhalle im Ortsteil Dittersbach als zentraler Treffpunkt dienen. Doch diese muss saniert werden. 

Die Gemeinde Mittelherwigsdorf will die "Alte Lotte" - ein Umgebindehaus - gemeinsam mit Vereinen sanieren und zu einem Treffpunkt im Ort machen. Denn das war das Haus schon immer.  Bis in die 1980er Jahre betrieb dort eine couragierte Frau – von allen Lotte genannt – einen Kohlehandel. Lotte hatte für jeden ein offenes Ohr. So etablierte sich ihr Haus zum wichtigen Treffpunkt. Inzwischen steht es leer und ist in einem sanierungsbedürftigen Zustand. 

Weiterführende Artikel

Klickstark: Polizei-Rechte in Corona-Zeiten

Klickstark: Polizei-Rechte in Corona-Zeiten

Seit dem 20. April drohen bei Verstößen Bußgelder zwischen 150 und 500 Euro. Einer der Beiträge aus Löbau-Zittau, über den wir diesen Mittwoch berichteten.

Weitere Preissummen in Höhe von jeweils 5.000 Euro erhalten das Unternehmernetzwerk Großschönau/Waltersdorf/Hainewalde, ein Garten-Projekt in Horka und der Görlitzer Filmclub "Von der Rolle 94" sowie das Projekt Frauen-Wahl-Lokal Oberlausitz

Mehr Nachrichten aus Zittau und Umland lesen Sie hier

Mehr Nachrichten aus Löbau und Umland lesen Sie hier

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier

Mehr zum Thema Löbau