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Immobilienpreise im Kreis steigen weiter

3.000 Grundstücke wechseln pro Jahr den Besitzer. Der Markt in Dresden strahlt dabei bis weit ins Elbland aus.

Das Wohngebiet Am Kalkberg in Riesa ist beliebt. Anderswo im Landkreis Meißen steigen die Preise noch stärker.
Das Wohngebiet Am Kalkberg in Riesa ist beliebt. Anderswo im Landkreis Meißen steigen die Preise noch stärker. © Klaus-Dieter Brühl

Landkreis Meißen. Wohin nur mit dem Geld? Fehlende Anlage-Alternativen sorgen neben den niedrigen Zinsen und dem aufgeheizten Immobilienmarkt in Dresden dafür, dass die Immobilienpreise auch im Kreis Meißen weiter steigen. Das geht aus dem Bericht des Landkreises für die Kreisräte hervor. Ob Immobilien, bebaute oder unbebaute Grundstücke - die Nachfrage sei ungebrochen.

Im Landkreis wechseln pro Jahr rund 3.000 Grundstücke per Vertrag den Eigentümer - zu immer höheren Preisen. Registrierte der Landkreis 2013 dafür noch einen Geldumsatz von knapp 270 Millionen Euro, waren es 2019, sechs Jahre später, schon knapp 470 Millionen - eine Steigerung um rund 75 Prozent. Mit weiter steigender Tendenz.

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Weiterhin "reges Kaufinteresse" an unbebautem Land

Und was macht Corona mit den Preisen? Einen allgemeinen Preisverfall kann der Landkreis nicht bestätigen. Lediglich im ländlich geprägten Raum gab es einige Kaufpreise, die 2019 bis maximal fünf Prozent niedriger lagen als 2018. Das war aber noch vor Corona. In der Region Radebeul steigen die Immobilienpreise weiter ungebrochen an. Dort wurde gar ein Höchstbodenwert von 614 Euro pro Quadratmeter erzielt. Weitere große Preissteigerungen gab es in Coswig (plus 76 Prozent), Moritzburg (+ 33 Prozent), Weinböhla (+ 36 Prozent), Klipphausen (+ 30 Prozent) zu beobachten. Dort bestehe vor allem bei den unbebauten Wohngrundstücken bis heute weiter ein "reges Kaufinteresse". 

Aber auch in den Städten Großenhain, Meißen und Riesa würden die Preise steigen. Dort sind es im Schnitt laut Landkreis Steigerungen um zehn Prozent.

Neue Eigentumswohnungen in Radebeul haben im Vorjahr im Schnitt 3.900 Euro pro Quadratmeter gekostet, gut 400 Euro mehr als im Jahr davor. Im Weiterverkauf wurden im Schnitt gut 2.000 Euro erzielt, ein Anstieg um 340 Euro. In der Region Coswig/ Meißen/ Moritzburg/Weinböhla und den Gemarkungen Niederau und Oberau kosten neue Eigentumswohnungen durchschnittlich 3.300 Euro pro Quadratmeter, im Weiterverkauf knapp 1.200 Euro. 

Für das übrige Gebiet des Landkreises gibt es nur Zahlen für Eigentumswohnungen im Weiterverkauf: Sie kosteten 2019 im Schnitt 820 Euro pro Quadratmeter, das ist immerhin ein Anstieg um 90 Euro im Vergleich zu 2018.

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