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In Sohland gibt’s jetzt Zippel-Bier

Brauhaus-Betreiber Markus Kretschmar verrät, was es mit dem Namen auf sich hat.

Ein Prost auf die Eröffnung! Mathias Reusch (l.) ist Serviceleiter im neuen Brauhaus am Sohlander Stausee. Markus Kretschmar eröffnet es dieser Tage zusammen mit einem Geschäftspartner.
Ein Prost auf die Eröffnung! Mathias Reusch (l.) ist Serviceleiter im neuen Brauhaus am Sohlander Stausee. Markus Kretschmar eröffnet es dieser Tage zusammen mit einem Geschäftspartner. © SZ/Uwe Soeder

Sohland. Der Biergarten ist jetzt geschlossen. Doch am Sohlander Stausee gemütlich Bier trinken – das kann man weiterhin. Möglich macht es das neue Brauhaus, das Markus Kretschmar und Vincent Ebert jetzt eröffnen. Dafür haben sie in den vergangenen Monaten eine alte Werkstatt und Garagen umgebaut. Diese Räume grenzen direkt an die Festscheune, die Kretschmar seit rund fünf Jahren zusätzlich zum Biergarten am Stausee betreibt.

Witziger Name

Nun kommt noch eine Brauerei nebst Gastraum hinzu. „Vor zwei Wochen hatten wir um die 150 Leute zur Bierverkostung da. Die waren begeistert“, berichtet Markus Kretschmar erfreut. Ab Donnerstag dieser Woche ist das Brauhaus am See offiziell geöffnet, im Winterhalbjahr täglich außer dienstags von 11 bis 22 Uhr. Es gibt durchgehend warmes Essen – und natürlich Bier. Bisher werden vier eigene Sorten ausgeschenkt; eine fünfte kommt bald hinzu. Besucher können wählen unter anderem zwischen einem Pils, das Markus Kretschmar als hell und leicht beschreibt, einem Hefeweizen „mit bananigem Geschmack“ und einem „eher herben Schwarzen“. Alle eigenen Biere heißen Zippl. Das Wort steht in der Oberlausitzer Mundart Zipfel, und Sohland wird auch gern das „Durf mit fuffzn Zippln“ (Dorf mit 15 Ecken) genannt. „Wir wollten keine englische Bezeichnung, sondern etwas mit regionalem Bezug, was sich gut sprechen lässt und möglichst auch noch witzig ist“, erklärt Markus Kretschmar die Wahl des Namens.

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4.000 Liter in den Tanks

Gebraut werden die Biere von Vincent Ebert, der seit Beendigung seines Theologie- und Philosophiestudiums in der Festscheune arbeitet und auch schon vorher am Stausee gejobbt hat. Das Handwerk des Brauens erlernte er bei mehreren Praktika in Bayern. Im Brauhaus ist er nicht mehr Angestellter, sondern gleichberechtigter Geschäftspartner. Markus Kretschmar und Vincent Ebert betreiben es gemeinsam.

Die Brauanlage ist schon seit Längerem in Betrieb – schließlich braucht das Bier Zeit zum Reifen und die Lagertanks fassen insgesamt 4.000 Liter. Die Gaststube wollten die beiden Männer eigentlich schon im September dieses Jahres. „Aber weil wir den Umbau selbst erledigt haben, hat er etwas länger gedauert“, sagt Markus Kretschmar. Jetzt herrscht im Gastraum moderne Gemütlichkeit. Dafür sorgt unter anderem, dass sie Wände im unteren Teil mit gebürstetem Holz verkleidet sind.

Umbau dauerte länger

Außer den hauseigenen Sorten, gibt es im Brauhaus, das reichlich Sitzplätze an langen Holztischen hat, drei Fassbiere von anderen Brauereien sowie diverse Flaschenbiere. Während des Essens und Trinkens können die Besucher durch eine große Glaswand auf die Brauanlagen, auf Edelstahlkessel und -tanks und das dortige Geschehen schauen.

Um das Wohl der Gäste kümmert sich im Wesentlichen jenes Personal, das im Sommer im Biergarten beschäftigt ist. „Außerdem wurden zwei neue Leute eingestellt; ein Koch und ein Restaurantleiter“, berichtet Markus Kretschmar, der jetzt insgesamt rund 15 fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt und etliche Pauschalkräfte.

Das Brauhaus empfängt ab sofort Gäste; im Winterhalbjahr außer dienstags täglich von 11 bis 22 Uhr.

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