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Informationen rund um das Thema „Genmais“

Historie. Im Jahr 2004 wurde in Sachsen erstmals gentechnisch veränderter Mais angebaut. Den Standort der fünf Felder, auf denen vorerst im Rahmen eines wissenschaftlichen Versuchs gesät wurde, hielt man geheim.

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Historie. Im Jahr 2004 wurde in Sachsen erstmals gentechnisch veränderter Mais angebaut. Den Standort der fünf Felder, auf denen vorerst im Rahmen eines wissenschaftlichen Versuchs gesät wurde, hielt man geheim. Im Februar 2005 trat ein neues Gentechnikgesetz in Kraft, in dem verankert war, drei Monate vor der Aussaat von Genmais-Sorten, die entsprechenden Felder an ein Standortregister zu melden.

Anbau. Laut Standortregister wurden im vergangenen Jahr in Sachsen 130 Hektar angemeldet, auf denen Genmais ausgesät werden sollte. Nur 67 Hektar der Flächen sind jedoch letztendlich bestellt worden. Ein Großteil der Felder lag im Regierungsbezirk Dresden. Angebaut wird die Genmais-Sorte Bt-Mais MON-00810 – 17 Sorten dieser Linie wurden 2004 von der EU für den Anbau genehmigt. Sachsen hat momentan nach Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern deutschlandweit die größten Anbauflächen von Genmais. 2006 wurden hier etwa 250 Hektar ausgewiesen.

Ziel. Der Maiszünsler ist ein Schädling, der sich erst in die Stängel der Maispflanzen frisst und später die Kolben befällt. Modifizierter Mais enthält das Gen des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis (Bt), das ein für den Zünsler hochgiftiges Protein bildet. (SZ)