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Jagdpächter stellt Fallen im Schulbusch und in der Sandgrube auf

Damit sollen vor allem Marderhunde gefangen werden. Hunde gehörenauch deshalb an die Leine.

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Von Anja Hecking

Die Hinweise am Pfaffendorfer Schulbusch unweit vom Betonweg zur Landeskrone sind kein Witz. Im Auftrag von Jagdpächter Andreas Raschke aus Görlitz wurden in dem Wäldchen Lebendfallen, aber auch Abzugseisen aufgestellt. Damit sollen vor allem Marderhunde und Füchse gefangen werden, bestätigt Andreas Raschke.

Nachdem die Tiere jetzt keinen Nachwuchs mehr um sich haben, dürfen die Jäger bis in den Herbst die Fangsaison für die stille Jagd nutzen. Welche Fallen zum Einsatz kommen, wird gesetzlich geregelt. Tellereisen sind verboten. Aber auch die Abzugseisen, die dem Totfang dienen, können Menschen, anderen Wild- und Haustieren gefährlich werden. Deshalb ist besonders für Hundehalter und Familien mit kleinen Kindern Vorsicht geboten. Kinder sollten nicht im Wäldchen spielen. Hunde gehören unbedingt an die Leine. Das schützt auch die Rehe, die sich in diesem Bereich aufhalten. Durch frei laufende Hunde werden die Rehe manchmal so aufgeschreckt, dass sie auf die nahen Straßen laufen, erklärt Andreas Raschke. Unfälle sind dann nicht ausgeschlossen. Aber beim Einsatz der Fangvorrichtungen geht es um nachtaktive Raubtiere wie Fuchs, Marderhund und Dachs. Sie treten verstärkt auf und richten auch Schaden in Gärten in der Umgebung an. Sowohl aus Pfaffendorf als auch aus Kunnerwitz liegen dem Jagdpächter dazu Hinweise vor. Die Marderhunde scharren zum Beispiel in den Gärten und zerstören dabei Pflanzen.

Deshalb wurden die Fallen in der Sandgrube zwischen Kunnerwitz und Pfaffendorf und im Schulbusch aufgestellt. Andreas Raschke wird dabei von Jägern aus Kunnerwitz und Pfaffendorf unterstützt. Aber auch Anwohner können einiges tun, um Wildtiere von den Grundstücken etwas fernzuhalten. Wer Küchenabfälle, vor allem Knochen oder Wurstpellen, auf dem Kompost entsorgt oder gar an den nahen Feldrändern, der braucht sich nicht zu wundern, dass die Wildtiere immer näher kommen.