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Jugendhelfer ziehen um

Die Kompetenzagentur Niesky ist ab Januar auf der Muskauer Straße anzutreffen. Das hat viele Vorteile.

© André Schulze

Von Katja Schlenker

Die ersten Kisten sind bereits gepackt. Mitten im Büro stehen sie und warten darauf, mit weiteren Aktenordnern gefüllt zu werden. Der Reißwolf steht direkt daneben und ist gut gefüllt. „Wir misten gleich ein bisschen mit aus“, sagt Sonja Lindner von der Kompetenzagentur in Niesky. Die gehört zur Mobilen Jugendarbeit und zieht demnächst um. Ab dem 1. Januar sind die Mitarbeiter auf der Muskauer Straße 5 anzutreffen.

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In der Woche vor Weihnachten sowie zwischen dem Fest und dem Jahreswechsel soll Stück für Stück umgeräumt werden. Ob alles in die sechs Umzugskartons passt, wird sich zeigen. Ansonsten werden die restlichen Sachen obendrauf gestapelt oder die Kisten leer wieder mitgenommen und neu gefüllt. Neben zahlreichen Akten ziehen auch die Bürostühle und die Couchgarnitur im Beratungsraum mit um.

Zahlreiche Klienten sind dort, in der zweiten Etage des Sparkassengebäudes, in den vergangenen drei Jahren beraten worden. Doch die Vorteile der neuen Räume überwiegen einfach. „Sie sind leichter zugänglich“, sagt Sonja Lindner. „Die Leute müssen nicht mehr klingeln, sondern können einfach reinkommen.“ Bisher sind die Mitarbeiter immer nach unten zur Tür geeilt, wenn es geklingelt hat. „Manchmal warten die Klienten nicht, bis wir unten am Eingang sind“, sagt Sozialpädagogin Maria Wolf. „Vor allem bei der ersten Beratung gilt es immer, eine gewisse Schwelle zu überwinden.“

Die ist jetzt bedeutend kleiner geworden. Lediglich eine kleine Schwelle am Eingang gibt es. Ansonsten sind die hundert Quadratmeter nahezu barrierefrei. Das erleichtert auch die Arbeit mit Menschen, die im Rollstuhl sitzen oder mit dem Kinderwagen kommen. Neben einem Großraumbüro gibt es einen großen und einen kleinen Beratungsraum sowie eine separate Küche. Da es zwei Beratungsräume gibt, können fortan auch zwei Klienten parallel beraten werden. In dem Großraumbüro direkt am Eingang soll es auch eine Ecke geben, wo die Klienten sich hinsetzen können, wenn sie kurz warten müssen.

Derzeit wird dort noch renoviert, da die Räume eine ganze Weile leer standen. Eine neue Eingangstür wird eingebaut, die Wände neu tapeziert, auch eine neue Sanitäranlage ist eingebaut worden. Wie die Räume dann im Einzelnen gestaltet werden, steht derzeit noch nicht hundertprozentig fest. „Vielleicht lassen wir Graffiti an die Wand sprühen“, sagt Sonja Lindner. „Wir müssen aber erst abklären, ob wir das dürfen.“ Vermieter ist die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Niesky. Bevor es ans Dekorieren geht, muss auch geklärt werden, wie die Mitarbeiter der Kompetenzagentur fortan zu erreichen sind. Die Mailadressen und Handynummern sollen dieselben bleiben. Ob das beim Festnetztelefon auch so sein wird, ist unklar.

„Wir bleiben jedoch weiterhin der Ansprechpartner für die Jugendlichen in der Region“, sagt Maria Wolf. „Die Leute müssen sich dann neu orientieren.“ Das hat die Kompetenzagentur bereits einmal geschafft, als sie vom Jugendzentrum in die Räume der Sparkasse gezogen ist. Jedoch: „Selbst jetzt gibt es noch Leute, die zu unserer alten Adresse gehen“, sagt Maria Wolf.