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Junge Leute kümmern sich um Schulhof, Grillplatz oder Skaterbahn

Im Rahmen der landkreisweiten 48-Stunden-Aktion werkeln auch in der Region um Hoyerswerda und Kamenz viele Jugendliche.

Vom Hagen Linke & Birgit Engel

Ihr Schulhof könnte so in etwa aussehen: Erdhügel, Sinnespfad, Kletter- und Graffitiwand. Also tüfteln seit Schuljahresbeginn einige Kinder der Oberschule Wittichenau, wie es auf dem Pausenhof aussehen könnte. Die Ideen werden in einer Arbeitsgemeinschaft gesammelt. Nun gibt es eine landkreisweite Aktion, mit der auch in Wittichenau junge Leute etwas bewegen wollen. Die sogenannte „48-Stunden-Aktion“ soll in komprimierter Form freiwilliges Engagement junger Menschen in den Blick der Öffentlichkeit bringen. Innerhalb von 48 Stunden schaffen Jugendliche im Landkreis etwas Nützliches und Bleibendes für ihren Heimatort. Das hat sich in den vergangenen Jahren durchgesetzt. In Wittichenau heißt es: „Sattes Grün statt tristes Grau“.

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Insgesamt etwa 100 gemeinnützige Projekte werden am kommenden Wochenende betreut. Jugend- oder Sportvereine, Junge Gemeinden, Jugendclubs, Jugendfeuerwehren, Schulklassen, Straßencliquen sowie andere Initiativen und Jugendgruppen sind dabei – unterstützt von Erwachsenen. In Kamenz werden Gymnasiasten zum Beispiel Parkanlagen säubern, an der Grundschule in Oberlichtenau geht es um die Gestaltung des Schulhofes, und ganz in der Nähe beim Bibelgärtner steigt ein Fahrradprojekt. Jan Geppert von Tomogara in Kamenz freut sich über möglichst viele tatkräftige Helfer bei der Gestaltung eines neuen Basketballplatzes, während Tony Drescher von der Jugendfeuerwehr in Lichtenberg auf hoffentlich viele fleißige Hände bei der Gestaltung des Kriegerdenkmals in Kleindittmannsdorf wartet.

In Großröhrsdorf wird derweilen die Jugendkulturfabrik aufgehübscht oder an der Skaterbahn weitergebaut. Auch dies sind Aktionen, die den jungen Leuten ja ganz unmittelbar selbst zugutekommen, und darauf kommt es den Ideengebern der 48-Stunden-Aktion allemal an.

Dabei passiert nicht alles erst und nur am Wochenende. Für den Grillplatz am Gondelteich in Hoyerswerda sind schon Vorarbeiten durch den Jugendstadtrat erledigt worden. An anderer Stelle, dem Haus des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) in der Kollwitzstraße, soll die Fassade mit Graffiti gestaltet werden. Und am sogenannten Spielhauswagen in der Schweitzerstraße, Ecke Heimstraße, wird ebenfalls gemalert. „Wir bringen Spielfeldmarkierungen auf die Betonfläche“, sagt CVJM-Sozialarbeiterin Irena Kerber. „Die Kids sollen das nachhaltig nutzen.“

Außerhalb der Stadt Hoyerswerda sind in der näheren Umgebung innerhalb der „48-h-Aktion“ junge Leute auch in der Elsterheide und in Lauta aktiv. Die Jugendfeuerwehr Geierswalde will ihre Trainingsstrecke umgestalten und die Feuerwehrausrüstung in Schuss bringen. Mitglieder des Mädchentreffs im Jugendhaus des Internationalen Bundes in Lauta wollen das Außengelände des Hauses verschönern.

Die Wittichenauer hatten für ihr Projekt sogar einen Preis der Sparkasse bekommen. Insgesamt sechs Ideen werden mit jeweils 250 Euro prämiert. Bewertet wurden unter anderem Gemeinnützigkeit, Aufwand, Nachhaltigkeit und Ideenreichtum. Der Preis wird morgen zur offiziellen Eröffnung der mittlerweile achten 48-Stunden-Aktion im Landratsamt übergeben. Und am Wochenende soll es in Wittichenau losgehen – unter anderem mit der Vorbereitung des Untergrundes für die Kletterwand auf dem Schulhof.

Dass die Aktion auch (kommunalpolitische) Aufmerksamkeit erfährt, darf auch im Hinblick auf kommende Wahlkämpfe nicht irritieren. Zumeist sind für eine Weile die Bürgermeister vor Ort. Aber auch Landtagsabgeordnete wie Marion Junge (Linke) oder Aloysius Mikwauschk (CDU) übermitteln den jungen Leuten die Anerkennung für ihr nutzbringendes Tun.

www.48h-bautzen.de