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Junger Wein und altes Handwerk

Schloss Wackerbarth präsentiert seinen 2013er-Jahrgang. Mit einem Special zum 240. Jubiläum der Weinsorte Traminer.

© Arvid Müller

Von Stephanie Winkler

Nein, das war kein Aprilscherz: Die Winzer und Weinküfer von Schloss Wackerbarth stellten am 1. April den neuen Wein-Jahrgang vor.

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Was den Weinkennern da kredenzt wurde, beschreibt Wackerbarth-Pressefrau Chris Gärtner. Langanhaltender Regen während der Blütezeit im Frühjahr habe zu einer starken Verrieselung geführt. Und damit zu weniger Ertrag. Was dem Wein zugute kam. Denn: „Die somit entstandene lockere Traubenstruktur sorgte für sehr gesundes Lesegut bis in den späten Herbst hinein.“ Außergewöhnlich spät sei im vergangenen Jahr die Lese gestartet. Nämlich erst zu Beginn des Oktobers. Dann haben die Winzer von Schloss Wackerbarth innerhalb von nur drei Wochen auf 97 Hektar Ertragsrebfläche den Wein geerntet. In dieser kurzen Zeit brachten sie es auf immerhin 345 Tonnen Trauben. Das Resultat: „Feinfruchtige und filigrane Weine mit einer belebenden Säure“, sagt Chris Gärtner.

Bei der Weinprobe konnten alle Sorten der Jungweine des Jahrgangs 2013 des Weinguts Wackerbarth gekostet werden.

Anlässlich des 240-jährigen Traminer-Jubiläums gab es zur Jungweinprobe ein Themen-Spezial mit der Sachsen Weinkönigin Katharina Lai. Neben Schloss Wackerbarth präsentierten auch Winzer der Weingüter Drei Herrren und Schloss Proschwitz eine Auswahl ihrer jungen Traminer.

Die Rebsorte Traminer ist eine Besonderheit für das Gebiet Sachsen. Als eine der ältesten Kultursorten erreichte sie hier in Form eines speziell gezüchteten Klons namens Radebeuler Schlosstraminer besonderen Qualitätsstatus. Dieser ist speziell auf den hier vorhandenen Boden und das Klima ausgerichtet, verrät die Wackerbarth-Homepage. Dort heißt es auch, dass der sächsische Traminer durch mineralischere Säure als seine Verwandten aus Franken und Südtirol besticht und ein sehr sauberes Duftbild aufweist. Beim Alkoholgehalt sei er etwas moderater. Die ältesten Anlagen in Sachsen sind fast 80 Jahre alt. Sie bringen Wackerbarth zufolge erstaunlich langlebige Weine hervor.