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Kantor Rudolf Carda geht in den Ruhestand

Abschied. Der Elstraer will seinen Instrumentalkreis, der erst 2005 gegründet wurde, aber vorläufig noch weiter leiten.

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Von Helga Koch

Am Sonnabend ist Kantor Rudolf Carda, der seit 1998 in den Kirchgemeinden Burkau und Uhyst a. T. sowie zeitweise auch in Pohla gewirkt hat, im Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet worden. „Ich hatte hier eine wirklich gute und sehr schöne Zeit. Es wird ein bisschen weh tun.“ Er habe erst ziemlich spät zur Musik gefunden, sagt der Elstraer, der als Sudetendeutscher 1945 evakuiert worden war und in Borna aufwuchs. „Ich bin Jahrgang 1941 und hatte während meiner Schulzeit keine einzige Stunde Musik, weil Lehrer fehlten.“ Mit 18 Jahren habe er, ohne sich vorher Klavierkenntnisse aneignen zu können, erstmals die Taste einer Orgel angerührt, allerdings schon länger im Posaunenchor gespielt. Rudolf Carda lernte Maler, arbeitete drei Jahre in seinem Beruf, absolvierte eine katechetische Ausbildung in Moritzburg und besuchte die Kirchenmusikschule Dresden. 1964 kam er als Praktikant nach Elstra und blieb als Kantorkatechet. Die Posaunenmusik habe stets viel Spaß gemacht, sagt der scheidende Kantor. Seinen 2005 gegründeten Instrumentalkreis, mit dem er am Sonnabend in der Burkauer Marienkirche musizierte, will er vorläufig weiter leiten. Die Zusammenarbeit sei sehr gut gewesen, bedankte sich Pfarrer Michael Müller.