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Kein Mittelalter im Nikolaizwinger

"In den Nikolaizwinger führt kein Weg hinein", erklärte gestern Stadtmarketingchef Matthias Schneider gegenüber der SZ. Damit stirbt das Konzept des Kultur- und Managementstudenten Enrico Kasper. Er wollte...

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"In den Nikolaizwinger führt kein Weg hinein", erklärte gestern Stadtmarketingchef Matthias Schneider gegenüber der SZ. Damit stirbt das Konzept des Kultur- und Managementstudenten Enrico Kasper. Er wollte im Zwinger einen geschlossenen Mittelaltermarkt zwischen Denkmalstag und Altstadtfest in Szene setzen. Die Verknüpfung dieser beiden Höhepunkte, an denen Besucherscharen in der Stadt zu erwarten sind, findet nun nicht statt. "Für mein Konzept gibt es keine Alternative", sagt Enrico Kasper. "Es funktioniert nur in einem geschlossenen Gebiet." Auch den Waidhausplatz hält die Arbeitsgruppe des Altstadtfestes derzeit für solch ein Spektakel nicht geeignet. Die Kirchengemeinde habe zwar zugesagt, dass die Peterskirchentürme bis zum Denkmalstag so abgesichert sind, dass keine Gefahr für die Besucher besteht, aber das ist der Arbeitsgruppe zu wackelig.
Die Tourismus- und Stadthallengesellschaft (TSG) verhandelt indes weiter mit dem Görlitzer Spielmann Krishan Groh, der für die mittelalterliche Kultur auf dem Altsstadtfest sorgen soll. "Das ist nur noch eine Frage der vertraglichen Einigung", erklärte Matthias Schneider. Diese müsse bis heute Abend zustandekommen.
Der Goreliz-Verein, der die Flüsterbogenseite des Untermarktes zum Altstadtfest mit Leben erfüllen will, hat inzwischen von der TSG eine sichere Zusage. Das bestätigte gestern Vereinsvorsitzender Dirk Laier. "Sollten wir unsere Unkosten für Zelt und Bühne nicht decken können, kommt die TSG für einen mit uns vereinbarten Betrag auf." (SZ/ah)

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