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Kein Weihnachtsmann vom Amt

Viele Jahre hat die Agentur für Arbeit Weihnachtsmänner vermittelt. Doch die kümmern sich jetzt selber.

Viele Familien finden es schick, wenn Heiligabend ein Weihnachtsmann vorbeischaut und den Kindern Geschenke bringt, dazu ein paar nette und im Zweifelsfall vielleicht auch mal ein paar ernste Worte sagt. Grundsätzlich macht es sich da gut, wenn es kein naher Verwandter ist, der da mit Rauschebart erscheint, dessen Stimme die Kinder abder dennoch erkennen. Ziemlich beliebt war daher in den letzten Jahren der Weihnachtsmann-Vermittlungsservice der Arbeitsagentur Bautzen. Wer einen Weihnachtsmann buchen wollte, der rief dort an und bekam eine Nummer von jemanden, der genau diese Dienste anbot.

Die genaue Absprache über Honorar, Auftrittszeit und die Details lief dann in direkter Absprache zwischen Weihnachtsmann und der buchenden Familie – ohne Arbeitsagentur. Doch in diesem Jahr wird der behördliche Vermittlungsservice nicht mehr angeboten. Swen Röder, Sprecher der Agentur für Arbeit in Bautzen, begründet die in diesem Jahr getroffene Entscheidung damit, dass man zwar sehr wohl weiß, dass Weihnachtsmänner zum Fest gesucht werden. „Allerdings haben die Anfragen bei uns sehr abgenommen. Wir wissen, dass da mittlerweile viel über Empfehlung und den direkten Kontakt läuft“.

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Ralf Funke, seit sieben Jahren als Weihnachtsmann tätig, findet das Vermittlungsaus sehr schade: „Da lässt man die Leute im Regen stehen. Wer keinen Weihnachtsmann kennt, wie soll man dann wissen, wie man an einen herankommt?“ Er hatte sich in diesem Jahr bereits wieder auf den Weihnachtsmanndienst eingestellt und sich gewundert, dass es keine Meldungen seitens der Arbeitsagentur gab. Auf Nachfrage hatte er von dem Vermittlungsaus erfahren. Was ihn nicht davon abhält, ab 24. Dezember als Weihnachtsmann wieder Freude zu bereiten und natürlich auch etwas Geld zu verdienen. (SZ)