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Klage mit wenig Aussicht auf Erfolg

Der Streit um Schäden an einem Haus in Attendorf, Gemeinde Waldhufen, geht nach erstelltem Gutachten weiter.

Von Jens-Rüdiger Schubert

Nachdem ein gerichtlich bestellter Gutachter zu einem Ergebnis gekommen ist, wird jetzt das Verfahren um die Schäden, die am 14. Januar 2011 im Wohnhaus der Familie Schöne entstanden sind, fortgesetzt. Der Vorsitzende Richter der ersten Zivilkammer des Görlitzer Landgerichts nimmt damit das Verfahren aus dem Jahr 2014 wieder auf. Familie Schöne hatte vor der Zivilkammer des Landgerichts Klage gegen die Gemeinde Waldhufen eingereicht. Es geht um Schadenersatz. In einem Regenwasserrohr soll es einen Rückstau gegeben haben. Der Stau soll letztlich dazu geführt haben, dass der Keller des Wohnhauses der Familie Schöne überflutet wurde. Den Grund für den Rückstau sieht Familie Schöne in einem alten Regenwasserrohr. In dieses mehr als 40 Jahre alte Rohr hatte die Familie ihre Regenentwässerung eingebunden. Das lag für Familie Schöne nahe, weil sich das Rohr zum Teil auf ihrem Grundstück befand. Der andere Teil befand sich unter einer Straße. Eine Einbindungsgenehmigung soll Familie Schöne nicht gehabt haben. Als es dann doch zu einem Rückstau kam, wurde der Keller des Wohnhauses überflutet.

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Vor Gericht erklärte Jörg Schöne das Geschehen damit, dass das alte Rohr wohl gebrochen war und eine Ableitung nicht mehr möglich gewesen sei. Claudia Schöne ergänzte dazu, dass der schwere Lkw zum Rohrbruch geführt habe. Da das Rohr unter einer Straße liegt, die der Gemeinde gehört, ist nach Meinung der Familie Schöne die Gemeinde Waldhufen für die entstandenen Schäden verantwortlich. Aus diesem Grund wurde Klage vor der Zivilkammer des Landgerichts eingereicht und ein detaillierter Kostenvoranschlag für die Sanierung vorgelegt. Zur endgültigen Klärung hatte das Gericht ein Gutachten angefordert. Dieses Gutachten steht jetzt im Mittelpunkt der derzeitigen Verhandlung. Da das Gutachten sehr deutliche Fakten zu den Ursachen des Regenwasserrückstaus aufzeigt, steht in Frage, ob es den Klägern gelingen wird, ihre Klage gegen die Gemeinde Waldhufen durchzusetzen. Das Gericht entscheidet am 17. Februar.