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Klinik-Nachwuchs ist international beliebt

Görlitz. 45 Absolventen der Medizinischen Berufsfachschule starten ins Berufsleben. Und das findet teilweise sogar im Ausland statt.

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Von Katja Pautz,Klinikum Görlitz

Drei Lehrjahre, etwa 2 100 theoretische, mindestens 2 500 praktische Unterrichtsstunden und eine anstrengende Prüfungszeit liegen hinter den 45 jungen Frauen und Männern der Medizinischen Berufsfachschule des Klinikums Görlitz. Heute nehmen sie stolz ihre Zeugnisse entgegen und starten als Gesundheits- und Krankenpfleger/innen in ihr Berufsleben.

Stolz ist auch Schulleiter Dr. Johannes Hölzel, denn: „Unsere Absolventen sind national und international sehr beliebt“, und zwar im Großraum München, Nürnberg, in der Schweiz und besonders in Österreich. Fünf früherer Absolventen arbeiten zum Beispiel in Innsbruck und Wien. Einer hat sein Glück sogar in Irland gefunden.

Ein Teil geht in die Region

Denise Lutze aus Ottenhain bei Löbau fährt nach der Abschlussfeier noch nach Salzburg, denn dort hat sie in Kürze ein Bewerbungsgespräch – „auch in einem Krankenhaus“, sagt die 20-jährige Absolventin. Doch nicht alle zieht es so weit weg. Ein großer Teil versucht, in der Region zu bleiben. „Viele gehen in den ambulanten Bereich, arbeiten in der Hauskrankenpflege oder im Bereich der Sozialstationen“, sagt Schulleiter Hölzel. Nicole Föhlisch (19) bewirbt sich im Klinikum Görlitz. Sie stammt aus der Neißestadt und hat schon als Kind gewusst, dass sie diesen Beruf erlernen will.

Seit 1995 wurde 509 jungen Menschen die Ausbildung an der Medizinischen Berufsfachschule ermöglicht. 139 von ihnen konnten seither zum Teil auch unbefristet vom Klinikum Görlitz übernommen werden. Acht Gesundheits- und Krankenpfleger/innen dieses Jahrgangs bekommen ebenfalls die Chance auf einen Arbeitsplatz im Klinikum Görlitz. Pflegedirektorin Birgit Bieder: „Es stehen acht Stellen zur Verfügung, für die in der kommenden Woche die Bewerbungsgespräche beginnen.“

Viele bleiben zur Ausbildung

Die Medizinische Berufsfachschule des Klinikums gehört mit derzeit 143 Schülerinnen und Schülern zu den größten Ausbildungsstätten des Freistaates Sachsen. Ausgebildet wird in den Richtungen Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und Krankenpflegehelfer. Auf eine Klasse mit etwa 20 Schülern kommen mehrere hundert Bewerbungen aus ganz Deutschland.

Der Großteil der Schüler ist mit einem Ausbildungsvertrag an das Klinikum Görlitz gebunden, die anderen lernen am Kreiskrankenhaus Weißwasser, im Klinikum des Landkreises Löbau-Zittau gGmbH und in den Oberlausitz-Kliniken gGmbH Bautzen-Bischhofswerda.

„Die Medizinische Berufsfachschule liegt dem Städtischen Klinikum Görlitz besonders am Herzen, da wir auf diesem Wege unseren Beitrag für die Ausbildung Jugendlicher leisten können. Die beruflichen Startchancen werden durch eine hochqualifizierte Ausbildung wesentlich erhöht“, sagt der Geschäftsführer des Klinikums, Prof. Dr. med. Ekkehart Paditz, der jedem Absolventen persönlich zum erfolgreichen Abschluss gratulierte.