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Königsbrück freut sich auf die Wanderer

Der Sächsische Wandertag 2014 steigt erstmals im Landkreis Bautzen. Heute geht’s los.

© dpa

Von Dirk Raffe und Annett Kschieschan

Sonne satt, aber keine tropischen Temperaturen mehr – das passt schon mal ganz gut zum sechsten Sächsischen Wandertag, der heute in Königsbrück beginnt. Mehr als 20 geführte Wandertouren stehen auf dem Plan. Erfahrene Wanderführer begleiten und geben den einen oder anderen Tipp, dazu locken Kunst, Kultur und Kulinarisches. Viele engagierte Helfer haben für die nächsten drei Tage ein buntes Programm zusammengestellt. Besonders spannend ist der sachsenweite Aktionstag natürlich für die Wanderleiter. Einer davon ist Rudolf Welk, Vorsitzender des Heimat- und Museums-Fördervereines Reichenau. Er freut sich schon seit Langem darauf, morgen Wanderfreunde zum Armenhaus in Reichenau zu führen. Die 13 Kilometer lange Tour beginnt um 10 Uhr auf dem Marktplatz Königsbrück. Der Weg von Königsbrück nach Reichenau führt durch die wundervolle Natur des Tiefentales. Entlang der Pulsnitz kann man seltene Pflanzen entdecken sowie Ruhe und Entspannung finden. Im Armenhaus Reichenau, einer Pilgerherberge, erfahren die Wanderfreunde Interessantes zur Geschichte des Ortes. Ein Besuch der bekannten Naturbühne schließt sich an. Wanderleiter Rudolf Welk beschreibt die Tour, die er unter das Motto der Pilger „Gehen macht den Kopf frei – Der Weg ist das Ziel“, stellt, näher: „In unserer Heimat gibt es noch vieles zu entdecken und zu würdigen. Diese Wandertour ist interessant und entspannend, zum Teil historisch und gegenwärtig, verbunden mit unberührter, wilder Natur und reizvollen Landschaften. Mit allen Sinnen ist man dabei: sehen, hören, riechen, schmecken, sprechen, tasten, fühlen.“ Nach dem Start auf dem Königsbrücker Markt geht es vorbei an der alten Stadtmühle und dem Eisenbahnviadukt – Natur pur. Vielleicht warten am Eingang des Tiefentales Specht und Eichelhäher. Es gibt vieles zu entdecken und zu beobachten – immer begleitet vom Plätschern der Pulsnitz. „Stürme, Hochwasser und die Jahre haben ihre sichtbaren Spuren hinterlassen. Aber die Natur hilft sich immer wieder, lebendig zu bleiben. Das Tal ist so romantisch mit seinen Hängen, dem Felsgestein, seinem Mischwald, den Sträuchern und Farnen, dem Vogelgezwitscher, den Blumen und dem grünen Moospolster“, schwärmt Rudolf Welk. Ein Steg führt über die Pulsnitz in den Ortsteil Reichenau der Gemeinde Haselbachtal. Hier gibt es vieles zu erfahren, zum Beispiel über die Geschichte des Rittergutes. Das 1845 erbaute ‚Armenhaus‘ wurde 2006 durch den Heimat- und Museums-Förderverein Reichenau zum ‚Heimathaus‘. Es ist rekonstruiert worden und nun ein Vereinshaus, eine Begegnungsstätte mit monatlichen kulturellen Veranstaltungen. Besonders bekannt ist das Armenhaus auch als Pilgerherberge, gelegen am ökumenischen Jakobs-Pilgerweg. Auf die Wanderer wartet hier ein Mittagsimbiss – organisiert vom Verein. Gestärkt geht es weiter zur bekannten Naturbühne, bespielt vom Verein Naturbühne Reichenau-Haselbachtal. Der weitere Wanderweg führt entlang einer Apfelbaumallee – mit Blick zum Keulenberg. Durch Mischwald, entlang des Wilhelmweges, geht es nach Gräfenhain. Auch hier gibt es Historisches, wie Sühnestein, Braukeller und Denkmal. „Da hier die Sportgemeinschaft Gräfenhain beheimatet ist, erwartet uns eventuell eine Überraschung“, so der Wanderleiter. Am Ortsausgang geht es treppauf zum Scheibischen Berg. Hier gibt es eine Gedenkstätte für die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Von hier eröffnet sich ein herrlicher Panoramablick auf Königsbrück, wo die Tour auf dem Markt endet. Hier lockt am Sonnabend auch Natur- und Regionalmarkt. Und die Königsbrücker Händler laden zum langen Einkaufstag. Kaufen, Schauen, Natur entdecken und die Seele baumeln lassen – der Wandertag macht’s möglich.

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