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Königshainer ärgert sich über Falschparker am Friedhof

Damit steht der Rentner aber allein da, auch wenn er prinzipiell recht hat.

Die Falschparker entlang der Friedhofsmauer und an der Straßenmündung, wo Klaus Barteldt in Königshain wohnt, ärgern den Rentner schon lange. Weil Besucher zu bequem seien, die wenigen Stufen vom nahen Parkplatz bis zum Friedhof zu laufen, würden sie ihr Auto einfach an der schmalen Straße abstellen, sagt er.

Für den 72-Jährigen ist es in solchen Situationen schwierig, wenn er mit dem Auto auf die Dorfstraße fahren will. Er muss dazu aus seinem Grundstück heraus und wenige Meter eine kleine Kuppe hinunter bis zur Kreuzung. Wenn dann Autos am Rand stehen, wird es eng in der Kurve. Von der fehlenden Sicht ganz zu schweigen.

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Was den gehbehinderten Königshainer sehr ärgert, wird von anderen Dorfbewohnern aber kaum als Problem wahrgenommen. Das weiß der Rentner und auch, dass er sich mit seiner Kritik wenig Freunde macht im Ort. Im Recht ist er aber so oder so. Denn generell gilt, dass durch das Parken kein anderer Nutzer der Straße eingeschränkt oder am Vorbei- oder Wegfahren gehindert werden darf. Außerdem regelt die Straßenverkehrsordnung, dass auf engen Straßenstellen, sowie vor unübersichtlichen Kurven oder Bergkuppen weder gehalten noch geparkt werden darf. Und doch sieht es im Alltag damit anders aus. Klaus Barteldt erwartet deshalb, dass die Behörden vor Ort kontrollieren. Das kann das Ordnungsamt in der Verwaltungsgemeinschaft Reichenbach aber nur sporadisch, sagt Klaus Haschke aus der Stadtverwaltung. Es sei selbst dann eine Momentsache, einen Parksünder zu ertappen.

Aber dem Rentner ist das zu wenig. Er will nicht locker lassen. Königshains Pfarrer Andreas Bertram hat von den Sorgen gehört, doch auch keine Lösung parat, zumal das Problem bisher kaum von anderen Anwohnern im Bereich des Friedhofs an ihn herangetragen worden ist. Die Kirchengemeinde plant zwar einen direkten Zugang vom Parkplatz auf den Friedhof. Aber das wird weder heute noch morgen. Insofern kann auch er nur an die Vernunft und Rücksichtnahme aller appellieren. (SZ/ah)