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Kommissar Stubbe hilft Schloss Hermsdorf

Wolfgang Stumph will Geld für die Sanierung des Gartensaals sammeln – und gibt dazu einige Geheimnisse preis.

© Robert Michael

Von Sebastian Kositz

Nach fast 20 Jahren ist Schluss. Kommissar Stubbe stellt die Ermittlungen ein. Der letzte große Fall des quirligen Sachsen in der Weltstadt Hamburg ist längst im Kasten, die letzten Szenen für die 50. Folge waren im Sommer abgedreht worden. In Dresden, von wo es einst Wilfried Stubbe in den hohen Norden verschlagen hatte. Im Januar will das ZDF den letzten Teil der erfolgreichen Sonnabendabendkrimiserie ausstrahlen. Für Schauspieler Wolfgang Stumph ein bewegender Abschied. Die Rolle als Kommissar Stubbe hatte für ihn eine ganz besondere Bedeutung.

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Eine ganz besondere Bedeutung, die hat für den Schauspieler auch das Schloss in Hermsdorf. Gelegentlich ist Wolfgang Stumph dort zu Gast. Nicht als Schauspieler, sondern ganz privat. Die Weihnachtsveranstaltungen in dem barocken Kleinod vor den Toren seiner Heimat hat er schon einige Male besucht, mit seinen Enkeln die anheimelnde Atmosphäre abseits des mit viel Tamtam inszenierten Weihnachtstrubels in Dresden genossen. Stets schöne Erinnerungen habe er daran, sagt Wolfgang Stumph, der auch dieses Jahr wieder am 17. November zu „Weihnachten auf Schloss Hermsdorf“ erwartet wird. Diesmal allerdings nicht nur als privater Besucher.

Gemeinsam mit seinem guten Bekannten Matthias Christian Schanzenbach – besser bekannt als Dresdens Hofnarr Fröhlich – will er im Barocksaal einen heiteren Abend präsentieren. Eine Benefizveranstaltung, bei der Wolfgang Stumph für das Hermsdorfer Schloss und die von einer Bürgerinitiative geplante Sanierung des Gartensaals Geld einsammeln möchte.

„Ich werde ein paar unterhaltsame Geschichten aus meinem Leben erzählen, aus einigen meiner Bücher lesen“, kündigt der Schauspieler an. Eine gemütliche Plauderrunde, bei der Matthias Christian Schanzenbach das eine oder andere Geheimnis aus dem Gemütssachsen Stumph herauskitzeln wird. „Da gibt es ja viel zu erzählen. Zum Beispiel, wie ich damals zu Go Trabi Go kam oder warum ich jetzt in Hamburg als Kommissar Stubbe aufhöre“, lässt Wolfgang Stumph vorab schon einmal durchblicken. Oder die Frage, warum die Namen vieler seiner Filmrollen mit einem „St“ beginnen. Struutz, Stankoweit, Stubbe? Alles keine Zufälle. Rollen, die wie der sächsische Kommissar an der Waterkant eben eine ganz besondere Bedeutung haben.

Dass sich Wolfgang Stumph nun ausgerechnet in Hermsdorf engagiert, ist kein Zufall. Zum Ehepaar Angelika und Steffen Frenzel von der Betreibergesellschaft des Schlosses – die dort unter anderem auch die Hochzeiten organisiert – gebe es gute Kontakte. „Für den kleinen Ort ist das eine gute Sache, ich freue mich, wenn ich mich dort für diesen Zweck einbringen kann. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf können im vollen Umfang für die Arbeiten im Gartensaal genutzt werden“, erklärt Schauspieler Wolfgang Stumph.

Mit der Benefizveranstaltung zeigt die Bürgerinitiative – zu der neben der Betreibergesellschaft und der Schloßpark-Gesellschaft auch viele engagierte Hermsdorfer zählen –, dass es ihr mit der Sanierung des Gartensaals ernst ist. Ein Signal in Richtung Rathaus, wo die Bemühungen zuletzt eher zurückhaltend aufgenommen wurden. Die Gemeinde als Besitzerin des Schlosses hatte unter anderem Bedenken wegen des Denkmalschutzes angemeldet.

„Ein Unterhaltsamer Abend ...“ mit Wolfgang Stumph und Christian Schanzenbach, So. 17. November, 19 Uhr, Schloss Hermsdorf, Eintritt: 20 Euro. Kartenvorbestellung:

[email protected]