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Lästige Wanze befällt Großenhainer Linden

Nahe des Kulturschlosses sind die Tierchen entdeckt worden. Sie sollen harmlos und ungefährlich sein.

An Bäumen nahe des Großenhainer Schlosses entdeckt: die Lindenwanze.
An Bäumen nahe des Großenhainer Schlosses entdeckt: die Lindenwanze. © privat

Großenhain. "Was haben der Corona-Virus und der Klimawandel gemeinsam? Beide gehen nicht so einfach weg und bereiten uns Probleme", so Großenhains Rathaussprecherin Diana Schulze angesichts einer neuen Erfahrung im Stadtgebiet. Denn: Die alten Linden unterhalb des Kulturschlosses sind von sogenannten Lindenwanzen befallen. "Der Klimawandel und die Trockenheit lassen grüßen", so Diana Schulze mit Verweis auf mögliche Ursachen des Befalls. 

Die dunkelrötlich farbigen Wanzen sehen bei genauem Hinsehen den bekannteren Feuerwanzen etwas ähnlich. Ihre Flügel schimmern auffallend silbern. Hauptsächlich kommt die Art im Mittelmeerraum vor. Seit einigen Jahren tritt sie auch nördlich der Alpen auf, wo sie im süddeutschen Raum durch ihr Massenauftreten auf Stämmen bereits für Schlagzeilen gesorgt hat. 

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Die Sorge, es könne sich um einen neuen, gefährlichen Schädling halten, ist jedoch nach Angaben von Experten unbegründet. Nennenswerte Schäden verursache die Lindenwanze nicht. Sie saugt zwar am Pflanzensaft der Blätter und unverholzten Triebe, was aber für den Baum keine nachhaltigen Folgen nach sich zieht. Auch für den Menschen sind die Tiere völlig harmlos. 

Die Großenhainer Stadtverwaltung hofft nun, dass die Tierchen, wie beschrieben, wirklich wieder verschwinden. "Gegenmaßnahmen sind momentan nicht geplant, da sie grundsätzlich harmlos sind, wenn man den Baum nicht gerade umarmen möchte", so Diana Schulze. 

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