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Lange Ölspur zieht sich durch Kamenz

Die Feuerwehr war mehrere Stunden beschäftigt, um sie unschädlich zu machen. Auch die Schwarze Elster war bedroht.

Das war kein friedlicher Sonntag für die Feuerwehrleute von Kamenz, Bernbruch und Wiesa: Sie wurden gestern von der Leitstelle alarmiert, weil sich eine kilometerlange Ölspur fast komplett durch Kamenz zog. Wer sie verursacht hat, wird derzeit noch ermittelt.

Zunächst war die Spur im Ortsteil Jesau bemerkt worden. Die Bernbrucher Wehrleute, die hier zum Einsatz kamen, stellten bei einer Lageerkundung aber schnell fest, dass der Schaden weitaus umfangreicher war. Also mussten auch die Wehren Kamenz-Stadt und Wiesa ausrücken, um die gefährliche Ölspur unschädlich zu machen. Mancherorts war die komplette Straßenbreite mit Öl übergossen, sodass eine Vollsperrung und eine gründliche Reinigung mit Bioversal – einem flüssigen Entölungsprodukt – erforderlich war. Aufgrund der extremen Länge musste im Laufe des Einsatzes sogar neues Reinigungsmittel nachgeordert werden.

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Eine geringe Menge Öl gelangte bei Jesau auch in die Schwarze Elster. Sicherheitshalber wurde auf dem Gewässer eine Ölsperre eingerichtet, um größere Umweltschäden zu verhindern. Das übernahmen die Feuerwehrleute von Kamenz Stadt. In Schutzausrüstung und gesichert an Rettungsleinen schlugen sie mehrere Pfähle in den Boden der Schwarzen Elster und befestigten die Ölsperre.

Für die komplette Reinigung der Straße wurde am späten Nachmittag eine Spezialfirma hinzugezogen. Während des Einsatzes kam es in großen Teilen des Stadtgebietes von Kamenz zu Verkehrsbehinderungen. Die Polizei hat die Ermittlungen zum Verursacher der Ölspur aufgenommen. (RL)