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Langfinger ging der Polizei ins Netz

Riesa. Ein dicker Fisch ging jetzt der Riesaer Polizei ins Netz. Sie konnte einen Tatverdächtigen festnehmen, der in den letzten Wochen rund 30 000 Mark geklaut hat. Seit Mai war es in öffentlichen Einrichtungen und Firmen in Riesa immer wieder Geldbörsen, Bargeld und EC-Karten spurlos verschwunden.

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Riesa. Ein dicker Fisch ging jetzt der Riesaer Polizei ins Netz. Sie konnte einen Tatverdächtigen festnehmen, der in den letzten Wochen rund 30 000 Mark geklaut hat. Seit Mai war es in öffentlichen Einrichtungen und Firmen in Riesa immer wieder Geldbörsen, Bargeld und EC-Karten spurlos verschwunden. Der Täter, so die ersten Vermutungen, muss sich am Tage während der Öffnungszeiten in die Gebäude eingeschlichen und Büroräume gezielt nach Handtaschen durchsucht haben. Betroffen waren neben Firmen auch Schulen sowie Kinder- und Freizeiteinrichtungen.
Die Ermittlungen der Polizei führten letztlich zu einem 23-jährigen Mann aus dem Landkreis Döbeln. Er war schon in der Vergangenheit wegen ähnlicher Delikte aufgefallen. Die Vernehmungen ergaben, dass er aber nicht nur in Riesa aktiv war. Unter anderem stahl er in Radebeul Anfang April aus einem Büro des Kreiskrankenhauses ein Portmonee mit 800 Mark.
Auch in Dresden, Chemnitz und im Landkreis Freiberg trieb der Tatverdächtige sein Unwesen. Anfang Juli schlug er in einer Schule in Mittweida zu, wo er aus einem Klassenzimmer eine Geldbörse mit EC-Karte klaute. Mit der EC-Karte hob er zweimal Bargeld von je 800 Mark ab.
Der Arbeitslose nutzte für seine Beutetouren stets öffentliche Verkehrsmittel. Die Polizei ermittelt noch. Für den Tatverdächtigen geht es jetzt erst einmal zum Haftrichter. (SZ)

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