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Lebensbäume kommen an flutsicherem Ort in die Erde

Für die Pflanzaktion in Roßwein gibt es zwei Termine. Die Eltern aus Striegistal waren schneller.

Im kleinen Ort Schmalbach waren jetzt nahezu alle Leute aus der Großgemeinde auf den Beinen, die im Vorjahr Eltern und häufig auch Großeltern geworden sind. „Mit ungefähr 200 Gästen haben wir das Stammbaumsetzen gefeiert“, sagt Frieder Lomtscher, der in der Gemeinde Kämmerer ist und die Bäumchen bezahlt. Genau 40 Familien sind an den Auenweg eingeladen gewesen, um mit ihrem Nachwuchs einen Stammbaum in die Erde zu bringen. 40 Einwohner hat die Gemeinde Striegistal 2013 durch Geburten dazubekommen.

Ein paar mehr waren es in Roßwein und den Ortsteilen. Sabine Schade, Sekretärin von Bürgermeister Veit Lindner, hat 55 Einladungen an Familien geschickt, die 2013 Eltern geworden sind und im Gemeindegebiet wohnen. Sie werden am Sonnabend nächster Woche im Ortsteil Niederforst erwartet. Dort sollen die Lebensbäume, wie sie die Roßweiner nennen, diesmal an garantiert flutsicherer Stelle gepflanzt werden. Gegen 10 Uhr werden die jungen Bäumchen eingesetzt.

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In den Vorjahren sind die Stammbäume häufig am Hammerweg gepflanzt worden. Nicht alle von ihnen haben das Hochwasser im vergangenen Jahr unbeschadet überstanden. Für Familien, deren Bäume Schaden genommen haben, gibt es am 3. Mai eine Ersatzpflanzung, ebenfalls an einer Stelle, an der Hochwasser keinen Schaden anrichten kann.

Dass es diese zweite Chance geben soll, darum hat Sarah Anna Redriguez Abello gebeten. Sie arbeitet in der Zukunftswerkstatt mit und wurde darauf angesprochen. „Ein Ersatz für die Bäume, die direkt hinter dem Studentenwohnheim standen, wäre schön. Die Lebensbäume haben für die Eltern und später sicher auch für die Kinder einen symbolischen Wert“, sagte sie. Daher seien einige Mütter und Väter auch traurig gewesen, dass der Baum ihres Sohnes oder ihrer Tochter Schaden genommen hat.

Die Pflanzaktionen in Roßwein und Striegistal für die Neugeborenen gibt es in beiden Orten seit mehreren Jahren. Teilweise werden Obstbäume gepflanzt, die Früchte dürfen geerntet werden. (DA/hst)