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Dresden

In Dresden steigen die Mieten - und der Leerstand

Wo neue Wohnungen entstehen und welche Ideen die Politiker zur Lösung der Probleme haben.

Wohnraum in Dresden ist begehrt - aber längst nicht mehr für Jeden bezahlbar.
Wohnraum in Dresden ist begehrt - aber längst nicht mehr für Jeden bezahlbar. © Archivbild: Sven Ellger

Wo kann ich noch eine bezahlbare Wohnung finden? Kann ich mir meinen Stadtteil auch noch in Zukunft leisten? Diese Fragen stellen sich viele Dresdner. In der letzten Woche veröffentlichte die Stadt die aktuellen Zahlen zur Mietpreisentwicklung. 

In den vergangenen zehn Jahren sind die Mieten demnach um über 26 Prozent gestiegen. In den vergangenen zwei Jahren betrugt der Anstieg dabei sogar 6,4 Prozent und lag damit deutlich über dem Mittel der vergangenen zehn Jahre. Die Preise für Wohnungen steigen immer weiter. Aber gleichzeitig auch die Zahl der Apartments, die leer stehen. Der Wohnungsleerstand lag in Dresden im vergangenen Jahr bei 6,4 Prozent. Das entspricht 19.350 Wohnungen. 2017 standen in der Stadt rund 19.000 von 300.000 Wohnungen leer.

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Das Thema wird auch immer wieder im Stadtrat diskutiert. „Es braucht einen Mietendeckel für Dresden, der die aktuellen Mietpreise für die nächsten fünf Jahre auf ein bezahlbares Niveau begrenzt. Diesen kann nur der Landtag per Gesetz beschließen“, sagt Vincent Drews, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtrat und Landtagskandidat. Um wieder mehr bezahlbare Wohnungen für die Stadt zu bauen, wurde die Wohnungsbaugesellschaft „Wohnen in Dresden (WID)“ gegründet. Sie baut ebenso neue Apartmens wie die Genossenschaften und die Vonovia. Die WID baut unter anderem an der Ecke Alemannenstraße/Wittenberger Straße in Striesen zwei fünfstöckige Gebäude mit 35 Wohnungen.

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Die Wohnungsgenossenschaft „Glückauf“ Süd Dresden (WGS) realisiert Vorhaben unter anderem auf der Hübner- und der Liebigstraße. Die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ) baut an drei Projekten, bei denen 52 neue Wohnungen bis 2022 entstehen. Auf der Hutten-/Wormser Straße, Spitta-/Ecke Wittenberger Straße und an der Fetscherstraße. Wie alle anderen Vermieter kämpft dabei auch die WGS Süd mit steigenden Bau- und Handwerkerkosten, erklärte ihr Chef Olaf Brandenburg. Auch die WGJ musste beim Neubauprojekt auf der Haydnstraße 17 plötzlich vier Millionen statt der geplanten 3,5 Millionen zahlen. Die Preise für die Gewerke und für das Personal der Baufirmen seien extrem gestiegen. Das Material hat sich ebenfalls stark verteuert.

Die vergleichsweise günstigen WID-Wohnungen und auch Teile der Genossenschaft-Apartments sind für Menschen mit geringem Einkommen gedacht. So gilt für einen Singlehaushalt eine Einkommensgrenze von 13.800 Euro im Jahr. (SZ/jv)