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Lehrstuhl für DDR-Geschichte an Unis fehlt

Berlin. An deutschen Unis gibt es nach Angaben der Aufarbeitungs-Stiftung nicht einen Lehrstuhl für DDR-Geschichte. „Forschung und Lehre zu diesem Teil deutscher Geschichte müssten an Universitäten stärker...

Berlin. An deutschen Unis gibt es nach Angaben der Aufarbeitungs-Stiftung nicht einen Lehrstuhl für DDR-Geschichte. „Forschung und Lehre zu diesem Teil deutscher Geschichte müssten an Universitäten stärker verankert werden“, sagte die Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Anna Kaminsky. „Bislang fehlen umfassende wissenschaftliche Untersuchungen zu wichtigen Bereichen, insbesondere zum frühen Widerstand und zur Repression.“

Mit zwei Millionen Euro fördert die Stiftung bundesweit in diesem Jahr 129 neue Projekte. Damit werden vor allem Vorhaben zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit unterstützt. „Der Bedarf ist groß, und wir würden gern mehr fördern, dafür reicht das Geld aber nicht“, so Kaminsky. Der Etat umfasst rund fünf Millionen Euro. Stark gesunkene Zinseinnahmen machen der Stiftung, die sich aus Bundesmitteln und Kapitalvermögen finanziert, seit Längerem zu schaffen.

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Anliegen sei zudem, die dezentrale Aufarbeitung zu stärken, sagte die Geschäftsführerin. In größeren ostdeutschen Städten wie Leipzig oder Dresden gebe es eine gute „Aufarbeitungs-Infrastruktur“. Für Menschen in ländlichen Gebieten solle und müsse das Informationsangebot aber noch besser werden. (dpa)

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