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Leisniger Stall sucht Milch für Fohlen

Trauriger Vorfall auf der Reitanlage Kölz: Eine Zuchtstute stirbt bei der Geburt ihres Hengstfohlens. Das benötigt nun dringend Muttermilch von einer Ammenstute.

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Symbolbild © Pixabay.com

Einen traurigen Vorfall hat es in der Nacht zu Mittwoch in der Reitanlage Tautendorf gegeben. Bei der Geburt eines Hengstfohlens verstarb gegen 2.30 Uhr die Mutterstute. Für den Nachwuchs wird nun dringend eine Ammenstute gesucht, die möglichst aus der Region Sachsen kommen soll.

"Das Fohlen ist fit", erklärte Ellen Kölz zur derzeitigen Situation. Sie habe den kleinen Hengst in die Tierklinik nach Leipzig gefahren, wo er eine Blut-Transfusion mit Fremdblutplasma erhalten hat und mit Kolostralmilch ernährt wird. Ein Teil konnte noch von der Mutterstute gewonnen werden, die weitere Milch sei in der Tierklinik vorrätig. 

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Alle zwei Stunden bekommt der Pferdenachwuchs, der ein bis zwei Tage in Leipzig bleiben soll, diese aus der Flasche gefüttert. Dadurch würde er sich allerdings an diese Form der Milchaufnahme gewöhnen. Das könne dazu führen, dass der kleine Kerl, der noch keinen Namen hat, später das Gesäuge einer "Ersatzmama" nicht annimmt. "Deshalb ist es wichtig, dass wir schnell, in ein oder zwei Tagen, eine Ammenstute für ihn finden", sagt Ellen Kölz, die sich um das Fohlen kümmert.

Zwar ständen bereits zwei Mutterstuten bereit, allerdings jeweils in 500 Kilometern Entfernung. "Wir wollen dem zwei Tage alten Fohlen eigentlich nicht die Strapazen zumuten, vielleicht 1.000 Kilometer quer durch Deutschland zu fahren. Denn es gibt nämlich keine Garantie, dass die Stute das Fohlen auch annimmt", erklärt Ellen Kölz. 

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Deshalb hofft sie, dass möglichst in der Region Sachsen eine Ammenstute gefunden werden kann. Wichtig dabei sei, dass die Stute erst vor kurzer Zeit eine Totgeburt erlitten hat und so das Hengstfohlen leichter annehmen würde. 

Wer helfen kann, kann sich telefonisch bei Ellen Kölz unter der Handynummer 0157/30892922 melden.

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