merken
PLUS

Lessinggymnasium und Oberschulen bleiben beim Kreis

Der Termin mit den Ministerien in Dresden war für Kamenz nicht erfolgreich, so OB Dantz.

Kamenz/Dresden. Wie zu befürchten war, haben sich die Schulbau-Pläne der Stadt Kamenz wohl in Luft aufgelöst. OB Roland Dantz: „Der Termin in Dresden am 4. Juni brachte keinen Erfolg für die Stadt.“

Das Gespräch war nach intensiven Bemühungen der Stadt, über den Kreistag den Trägerschaftswechsel für das Lessinggymnasium und die beiden Oberschulen voranzutreiben, von Landrat Michael Harig für Dienstag anberaumt worden. Daran haben die zuständigen Ministerien in Dresden auf hoher Ebene teilgenommen. Maßgebliche Gesprächspartner waren Staatssekretär Michael Wilhelm für das für Städtebauförderung zuständige Ministerium des Innern und Staatssekretär Herbert Wolf für das Schulfachministerium für Kultus. Beide Staatssekretäre, so Dantz, hätten „plötzlich und überraschend“ mitgeteilt, dass für das Stadtumbaugebiet „Gründerzeit“, in dem sich die Lessingschule Henselstraße befindet, die in mehreren Beratungen mit dem SMI bisher in Aussicht gestellten Städtebaufördermittel nicht wie erwartet fließen werden. Sie wären zum Erhalt der Schulstandorte Henselstraße und Saarstraße benötigt worden und sind auch die Basis für die mittelfristige Finanzplanung der Stadt, die die Sanierung beider Schulen bis 2019 zum Ziel hatte. „Die Vertreter der Stadt haben die Absage aus Dresden mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen.“ Schließlich habe man alles Erdenkliche – sowohl inhaltlich als auch finanziell – getan, um für die Stadt Kamenz und ihre Umgebung eine zukunftsweisende Entwicklung des Schulstandortes zu gewährleisten. „Der Stadtrat wird über das Ergebnis des Gesprächs informiert und wird sich zeitnah über das weitere Vorgehen verständigen“, so der Oberbürgermeister.

Anzeige
Wer wird Juniormeister im Handwerk?
Wer wird Juniormeister im Handwerk?

Mehr als ein Praktikum: Im Projekt Juniormeister können Schüler ihr Wunschhandwerk hautnah kennenlernen und sich ausprobieren.

Die städtische Interpretation des Dresden-Termins wird im Wesentlichen auch durch das Landratsamt geteilt. Kreissprecher Gernot Schweitzer: „Die Staatssekretäre äußerten sich beide deutlich in der Weise, dass die Stadt aus den Förderprogrammen der jeweiligen Ministerien keine Fördermittel für Baumaßnahmen erwarten dürfe, die über das hinausgehen, was der Landkreis nach seinem Vorschlag beabsichtigt hat.“ Das würde bedeuten, dass die Stadt für ihre Schulbaupläne Kredite in Millionenhöhe aufnehmen müsste, was kaum möglich erscheint. Seitens des Kultusministeriums sei, so Schweitzer, außerdem dargelegt worden, dass einem Trägerwechsel der Schulen nichts entgegensteht, soweit das von beiden Partnern gewünscht wird. Die derzeitigen Trägerschaften betrachte man aber für sachlich richtig. Eine Änderung sei nicht erforderlich. Schweitzer: „Zu den nächsten Schritten wird sich der Landkreis in der nächsten Woche mit der Stadt verständigen.“ (SZ)