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Deswegen muss die Sowag kein Löschwasser bereitstellen

Für das Unternehmen sind das nicht nur Kostengründe. Einige Hydranten sind jetzt für die Feuerwehr tabu.

Von Holger Gutte
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Bei einer Feuerwehrübung im Mai diesen Jahres in Eckartsberg konnte auf der Dorfstraße ein Hydrant angezapft werden.
Bei einer Feuerwehrübung im Mai diesen Jahres in Eckartsberg konnte auf der Dorfstraße ein Hydrant angezapft werden. © Matthias Weber

Die Zeiten, wo die Bürger mit der Versorgung mit Trinkwasser gleichzeitig auch im Ernstfall mit Löschwasser versorgt wurden, sind längst vorbei. Das ist auch bei der Süd-Oberlausitzer Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungs mbH in Zittau - kurz Sowag - nicht anders. "Gesetzlich sind wir nur für die Versorgung mit Trinkwasser verpflichtet", sagt  Sowag-Geschäftsführer Michael Kuba. Und das hat mehrere Gründe, fügt er hinzu. Das hat vor allem auch etwas mit Hygiene zu tun. In größeren Rohrleitungen würde das Wasser weniger fließen. Und Trinkwasser wird deutlich weniger benötigt, als im Ernstfall Löschwasser. "Das ist auch eine Kostenfrage", schildert er. Michael Kuba bestätigt auch die Beobachtungen von Feuerwehrleuten in Mittelherwigsdorf, dass dort jetzt einige Hydranten blau gekennzeichnet wurden und damit nicht mehr für die Löschwasserentnahme zur Verfügung stehen. "Wir haben in diesem Jahr generell bei Bauarbeiten damit angefangen, die Hydranten, die nur noch zu Belüftungszwecken genutzt werden, so zu kennzeichnen", schildert er. 

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