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Radeberg

Lückenschluss in Ullersdorf

Das Straßenbauamt will eine gefährliche Engstelle beseitigen. Dazu wird eine Vollsperrung der Hauptverkehrsstraße an der Heide notwendig.

Erst mal warten, bis die Autos vorbei sind: An der Ullersdorfer Landstraße müssen Radfahrer sehr aufmerksam sein. An der Brücke über die Prießnitz ist der Radweg unterbrochen. Radler müssen auf die Straße ausweichen.
Erst mal warten, bis die Autos vorbei sind: An der Ullersdorfer Landstraße müssen Radfahrer sehr aufmerksam sein. An der Brücke über die Prießnitz ist der Radweg unterbrochen. Radler müssen auf die Straße ausweichen. © Steffen Unger

Ullersdorf. Betroffen sind Schulkinder, die mit dem Fahrrad in Richtung Dresden unterwegs sind, Pendler auf dem Weg zur Arbeit, Fahrradtouristen und Wochenendausflügler: Für sie alle wird es auf der Ullersdorfer Landstraße in Höhe der Brücke über die Prießnitz gefährlich. Hier endet der Radweg abrupt und sie müssen auf die Straße ausweichen. Sie ist an der Stelle recht schmal und weist eine leichte Kurve auf. Einwohner von Ullersdorf kämpfen seit Jahren für einen durchgehenden Radweg.

Jetzt soll es eine Lösung für das Problem geben. Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) bestätigt, dass an der Stelle eine neue Brücke errichtet wird. „Es ist vorgesehen, dass das Bauwerk auf der ,Heideseite‘ um einen drei Meter breiten gemeinsamen Geh- und Radweg ergänzt wird“, sagt sie. Die Fahrbahn soll eine Breite von 7,20 Metern bekommen. Der Bau soll im nächsten Jahr erfolgen. 

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Ein genaues Datum teilte sie noch nicht mit. „Allerdings sind noch abschließende Abstimmungen mit der Naturschutz- und der Wasserbehörde der Landeshauptstadt Dresden zu führen“, sagt die Lasuv-Mitarbeiterin. Außerdem muss das Geld in für das Projekt noch eingeplant werden. Nach ihren Angaben liegen die Kosten bei rund 300.000 Euro. Voraussetzung ist auch, dass das Baurecht rechtzeitig erteilt wird.

Vollsperrung während Bauarbeiten

Während der Bauarbeiten ist eine Vollsperrung notwendig. Die Baustelle muss weiträumig umfahren werden. „Eine danebenliegende Behelfsbrücke würde zu hohe Eingriffe in angrenzende Privatgrundstücke oder das Schutz-Gebiet ,Prießnitzgrund‘ erfordern.“ Die Umleitungsstrecke verläuft über die Straße An der Prießnitzaue nach Weißig, dann über die B 6 Richtung Ullersdorfer Platz. In entgegengesetzte Fahrtrichtung ist die gleiche Strecke ausgeschildert. 

Für Fußgänger und Radfahrer soll es als Zwischenlösung eine Gehwegbrücke geben. „Ist das aus naturschutzfachlichen Gründen nicht möglich, erfolgt die Fuß- und Radwegführung während der Bauzeit südlich über Forststraße, Am Weißiger Bach, Ullersdorfer Mühle beziehungsweise nördlich durch die Dresdner Heide über Weißiger Weg, den Nachtflügel und den Zirkel.“

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Lange hatte der Ullersdorfer Siegmund Zilliges für eine Lösung gekämpft. Er sprach das Problem unter anderem bei einer Einwohner-Sprechstunde des Dresdner OB Dirk Hilbert an und bekam dann auch Post von der Stadtverwaltung. Darin stand, dass die Stadt zwischenzeitlich geprüft hat, eine separate Brücke für Radfahrer und Fußgänger zu errichten, ein solches Bauwerk würde aber 60.000 Euro kosten, außerdem würde sie in einem Naturschutzgebiet errichtet werden müssen. Deshalb sei der Ansatz nicht weiter verfolgt worden.

Der Oberbürgermeister räumte aber auch damals schon ein, dass sich etwas ändern muss. „Mittelfristig ist ein Neubau der Brücke erforderlich, mit der dann der Lückenschluss des Geh- und Radweges erfolgen kann“, teilte er mit.