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Malteserstift hat noch freie Plätze fürs Soziale Jahr

Zum 1. September starten viele Jugendliche in das Freiwillige Soziale Jahr. Auch das Malteserstift St. Monika Kamenz bietet Interessierten Plätze an – zwei sind noch zu vergeben. „Ein FSJ ist auf jeden Fall zu empfehlen!“ sagen Nino Grohmann und Loreen Effenberger.

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Zum 1. September starten viele Jugendliche in das Freiwillige Soziale Jahr. Auch das Malteserstift St. Monika Kamenz bietet Interessierten Plätze an – zwei sind noch zu vergeben. „Ein FSJ ist auf jeden Fall zu empfehlen!“ sagen Nino Grohmann und Loreen Effenberger. Sie absolvieren seit dem Herbst ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Malteserstift.

Zu ihren Erfahrungen befragt, berichten die beiden von einem erlebnisreichen Jahr. „Es ist schon ein wenig wie ein Sprung ins kalte Wasser“, sagt Nino Grohmann. Nach fast einem Jahr hat er sich gut in den Pflegedienst des Wohnbereichs 2 eingearbeitet. Auch Loreen Effenberger, ebenso lang als Praktikantin im Wohnbereich 1 tätig, hat viele Erfahrungen zur beruflichen Orientierung gesammelt.

Pfleger schätzen Unterstützung

Die Aufgaben, die die beiden in ihren Diensten übernehmen, sind vielfältig: Sie helfen Bewohnern bei der Körperpflege und beim Ankleiden, kümmern sich um die Ernährung und regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme und sind nicht zuletzt Partner zum Plaudern, Spielen oder Spazierengehen.

Angeleitet und begleitet werden die FSJ-Praktikanten durch qualifiziertes Fachpersonal, Seminartage vermitteln das theoretische und praktische Hintergrundwissen. Altenpflegerinnen und –pfleger schätzen die Unterstützung, die sie in ihrer Arbeit von den FSJ-lern erhalten, sehr.

Einfühlungsvermögen gewonnen

„Die Arbeit mit den Bewohnern macht Spaß. Es gibt keine Tätigkeit, die ich ungern tue“, berichtet Nino. Auch Loreen Effenberger hat mit dem FSJ in der Pflege ihren Wunscharbeitsplatz gefunden und beginnt demnächst eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin.

„Die Praxiserfahrung, die ich im FSJ sammeln konnte, hat mir die Bewerbung um den Ausbildungsplatz sehr erleichtert“, fasst sie zusammen. Nicht zuletzt habe sie sehr an Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein gewonnen, ergänzt die 18-Jährige.

Nino Grohmann stellt bei sich deutlich mehr Einfühlungsvermögen fest: „Im täglichen Miteinander habe ich vor allem gelernt, Bedürfnisse zu respektieren und ein Gefühl für Gewohnheiten und Vorlieben der einzelnen Bewohner zu entwickeln.“ Bei allen freudigen Aspekten der Arbeit haben die beiden FSJ-ler allerdings auch Schwieriges erfahren.

Hemmungen überwinden

„Natürlich ist das Thema Sterben und Tod im Zusammensein mit älteren Menschen etwas, mit dem auch ein Praktikant konfrontiert wird“, weiß der 21-jährige Grohmann.

Einen Menschen zu pflegen, der nur noch wenig Lebenszeit vor sich habe, sei zunächst ungewohnt. Da müsse man durchaus zuerst einige Hemmungen überwinden und sich mit der eigenen Einstellung zum Tod auseinandersetzen.

Nach Ablauf des Freiwilligen Sozialen Jahres werden den beiden eine Reihe Erlebnisse in Erinnerung bleiben, die sie als Bereicherung erfuhren. „Wie das Sommerfest“, erzählt Nino.

„Wir haben ein Show-Programm einstudiert: Ich habe den Blumenwalzer mitgetanzt – als Blume verkleidet. Die Begeisterung war allen anzusehen!“ Auch Loreen Effenberger ist sich sicher: „Ich werde viele schöne Erlebnisse mit Bewohnern und Team-Kollegen aus diesem Jahr mitnehmen.“ (SZ)