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Mark Schulze geht barfuß durchs Leben

Alles dreht sich bei dem 38-Jährigen um den Sport. Für Kühe will er sogar Usedom umschwimmen.

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Von Jens Hoyer

Mark Schulze ist immer barfuß unterwegs. Bei Sonne, bei Regen. Erst, wenn die Temperaturen unter fünf Grad rutschen, zieht er sich Schuhe an. „Ich habe richtiges Leder auf den Fußsohlen. So schnell trete ich mir da nichts ein“, erzählt er. Um gesellschaftliche Normen kümmert sich der Döbelner nicht sonderlich, dafür mehr um den Sport. „Viele sagen, ich bin verrückt“, sagte Schulze.

Beim Joggen zieht Schulze allerdings Schuhe an. Sport ist sein Leben. Schon von klein an, wie er erzählt. Einige Stunden am Tag trainiert er, meist draußen in der Natur. „Wir sind als Kinder schon von Mittweida aus mit den Fahrrädern nach Chemnitz ins Schwimmbad gefahren“, erzählt er. Schwimmen will er auch im kommenden Jahr – 80 Kilometer um die Insel Usedom. So eine weite Strecke hat er bisher noch nie zurückgelegt, dafür trainiert er heute schon. „Ich will mir noch Sponsoren suchen. Das Geld soll an einen Gnadenhof gehen, in dem alte Milchkühe leben. Die brauchen einen neuen Stall.“

Auch mit Karate und Judo hat sich Schulze beschäftigt, und in Roßwein geboxt. Vor ein paar Monaten hat der Döbelner das Hobby auch zum Broterwerb gemacht. Schulze, der vor langer Zeit mal den Beruf des Matrosen der Binnenschifffahrt erlernt hat, arbeitet als Fitnesstrainer für Frauen. Ein Jahr lang bekommt er dafür einen Zuschuss vom Amt für Arbeit. Trainiert wird nicht in einem Studio. „Ich gehe zu den Frauen nach Hause. Wir gehen zum Sport raus in die freien Natur. Mit einer Kundin fange ich schon früh um fünf Uhr an zu trainieren, zu einer anderen gehe ich ins Büro.“ Warum er am liebsten Frauen trainiert, kann Schulze auch erklären: „Frauen ins ehrgeiziger als Männer.“