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Mehr als 180 Sensoren lauern auf Qualm

Die Stadt Lauta hat 389.000 Euro in den Brandschutz und in die Sicherheit der Nutzer investiert.

Bauamtsmitarbeiter Jens Dauskardt (v. l.) und Bürgermeister Frank Lehmann erläuterten den Lautaer Stadträten bei einem Rundgang, welche Maßnahmen zur brandschutztechnischen Ertüchtigung des Kulturhauses realisiert wurden.
Bauamtsmitarbeiter Jens Dauskardt (v. l.) und Bürgermeister Frank Lehmann erläuterten den Lautaer Stadträten bei einem Rundgang, welche Maßnahmen zur brandschutztechnischen Ertüchtigung des Kulturhauses realisiert wurden. © Foto: Ralf Grunert

Lauta. Die Stadt Lauta kann neuerdings das Kulturhaus in Laubusch für Veranstaltungen zur Verfügung stellen, ohne dass der Bürgermeister Gefahr läuft, mit „einem Bein im Gefängnis“ zu stehen, wenn etwas passiert, wie er in den zurückliegenden Jahren immer wieder gewarnt hat. Möglich gemacht hat das eine Großinvestition in die Beseitigung von brandschutztechnischen Mängeln. 

Deren Planung begann vor rund zwei Jahren. Baubeginn war im August vergangenen Jahres. Im April dieses Jahres waren die Arbeiten abgeschlossen und knapp 389.000 Euro verbaut. Der Eigenmittelanteil beträgt rund 130.000 Euro.Was alles geschehen ist, davon konnten sich die Lautaer Stadträte in dieser Woche bei einer Besichtigung des Kulturhauses ein Bild machen. Von Jens Dauskardt, dem zuständigen Sachbearbeiter im Bauamt der Stadt, erfuhren sie, dass ursprünglich ein Budget von 120.000 Euro für die Mängelbeseitigung eingeplant war. Das wurde später auf 368.000 Euro aufgestockt. Ein Planungsbüro erhielt den Auftrag, sich das Budget und das vorhandene Brandschutzkonzept anzuschauen und „das Beste daraus zu machen“, wie er es formulierte.

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Im Ergebnis wurden im Kulturhaus immerhin 183 sogenannte Sensormelder mit Raucherkennung, die einen akustischen Alarm auslösen, installiert. Es erfolgte der Einbau mehrerer Alu-Türen mit Rauchschutzfunktion, die im Ernstfall Brandabschnitte bilden und Treppenhäuser rauchfrei halten. Diverse Türen im Gebäude wurden aufgearbeitet und teilweise restauriert. Hinter Glasscheiben sind nun an den Türen zum Saal freigelegte Bemalungen aus der Gründerzeit zu sehen. Ein toller Blickfang. Außerdem mussten Wände gesetzt und neue Türen eingebaut werden, um sicherzustellen, dass jeder Versammlungsraum über zwei unabhängige Rettungswege verfügt. Insbesondere bei den Räumen im zweiten Obergeschoss wurde aufgrund des beschränkten Budgets darauf verzichtet. „Hier wären weitere Investitionen in Abhängigkeit vom Bedarf nötig“, erklärte Jens Dauskardt, der auch auf weiteren Investitionsbedarf im Kulturhaus aufmerksam machte. So stamme die Elektrik noch aus DDR-Zeiten. Diese zu erneuern würde rund eine halbe Million Euro kosten. Das sollte man im nächsten Jahr in Angriff nehmen.

Auf einen siebenstelligen Betrag bezifferte Bürgermeister Frank Lehmann die Kosten einer Rundum-Sanierung des Gebäudes. „Daher haben wir ja auch den Ansatz, weitere Nutzer zu finden, die die finanzielle Last gemeinsam mit uns tragen.“ So sei es auch im Gebäude- und Sportstättenkonzept der Stadt festgeschrieben.

Die Ansiedlung einer Jugendherberge oder auch eines kleinen inklusiven Hotels seien denkbare Nutzungsmöglichkeiten, so der Bürgermeister. „Das sind aber nur vage Ideen“, stellte er klar. Es habe auch schon unverbindliche Gespräche gegeben. „Leider sind wir noch nicht weiter.“

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