merken
PLUS

Menschenkette für Gymnasium Plauen

Seit Jahren kämpfen Eltern und Schüler für die Sanierung des maroden Gebäudes. Jetzt wird der Protest lauter.

Von Nora Domschke

Widerstand gegen den Verfall: Heute protestieren die Schüler des Gymnasiums Plauen mit einer Menschenkette gegen den schlechten Bauzustand des Gebäudes in der Kantstraße. Mit der Aktion will der Schülerrat jetzt noch einmal auf die gefährliche Situation aufmerksam machen.

Wandern
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt

Gerne an der frischen Luft und immer in Bewegung? Wanderwege, Tipps und Tricks finden Sie hier.

Seit Jahren verspricht die Stadt, dass das Schulhaus komplett saniert wird. Geschehen ist bisher nichts, der Termin wird immer wieder verschoben, weil das Geld dafür fehlt. Eltern fragen sich, ob die Sicherheit für Schüler und Lehrer gegeben ist. Erst im Juli vergangenen Jahres ist ein Fußweg an der Rückseite des Gebäudes eingebrochen. Zuvor gab es immer wieder Anlass zur Sorge, weil unter anderem ein schwerer Stein vom Dach stürzte. Das wellige Parkett hat sich mittlerweile zur Stolperfalle entwickelt, ein Waschbecken fiel von der Wand und Putz von der Decke, die alten Wasserleitungen sind in desolatem Zustand, es gab bereits Rohrbrüche. Durch das Wasser geriet im letzten Jahr unter anderem die Schulbibliothek in Gefahr. Sie ist mittlerweile nur noch selten geöffnet, viele Bücher sind in Kisten verpackt und können nicht mehr ausgeliehen werden.

Zwar reagiert die Stadt in den meisten Fällen schnell und lässt die Schäden reparieren. Das Dach ist teilweise abgerissen und provisorisch abgedichtet worden. Absperrgitter sollen die Kinder vor weiteren losen Steinen schützen. Am baufälligen und gefährlichen Zustand ändert das nichts. Auch optisch bietet das Schulhaus einen traurigen Anblick, die farbigen Wände in den Fluren sind bestenfalls ausgebessert. Damit die Stadt endlich mehr tut, starten die Schüler heute zwischen 12.25 und 12.45 Uhr die Aktion mit der Menschenkette. „Damit umarmen wir unser Schulgebäude, um es vor dem Verfall zu schützen“, so Schülersprecherin Una Sprenger.