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Millionen-Investition im Sohlander Getriebewerk

GKN Walterscheid produziert Teile für Landmaschinen und sucht dafür neue Mitarbeiter. Viel tut der Betrieb für die Region.

Dominik Janik arbeitet bei der GKN Walterscheid Getriebe GmbH in Sohland an einem Prüfstand für neue Antriebe.
Dominik Janik arbeitet bei der GKN Walterscheid Getriebe GmbH in Sohland an einem Prüfstand für neue Antriebe. © SZ/Uwe Soeder

„Resi, i hol’ di mit mei’m Traktor ab“, beginnt ein bekannter Schlager. Über die Mundart lässt sich streiten, über etwas anderes nicht: Um zu fahren, braucht der Traktor ein Getriebe. Und das kann gut und gern aus der Oberlausitz kommen, genauer aus der GKN Walterscheid Getriebe GmbH in Sohland (Spree). Hier entstehen jährlich mehr als 60 000 Getriebe und Fahrantriebe für führende Hersteller von Land- und Baumaschinen.

Um in der Weltspitze zu bleiben, steckt die GKN-Gruppe jedes Jahr viel Geld in moderne Technik für das Sohlander Werk. Aktuell befindet sich eine weitere Großinvestition in die Gehäusebearbeitung von mehr als 1,2 Millionen Euro in der Genehmigungsschleife, berichtet Robert Berge. Er leitet seit rund sechs Jahren die Geschicke des Betriebes, der um die Jahrtausendwende von Kirschau nach Sohland umgezogen war. In Kirschau reicht die Tradition des Getriebewerkes fast 130 Jahre zurück. Sie begann dort mit dem Bau von Strohpressen.

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Seit 1993 gehört das Werk zur GKN-Firmengruppe mit Sitz im nordrhein-westfälischen Lohmar. Keine fünf Kilometer entfernt, in Siegburg, hatte einst ein Mann namens Jean Walterscheid in einer alten Waschküche mit dem Bau von Fahrradteilen begonnen und damit unbewusst den Grundstein für ein späteres Firmenimperium gelegt. Das war 1919.

Gute Mitarbeiter gesucht

Ein Jahrhundert später arbeiten weltweit etwa 55.000 Menschen für GKN, davon rund 240 in Sohland. „Im neuen Jahr gehen wir davon aus, dass das hohe Vorjahresniveau gehalten wird“, sagt Robert Berge. Gute, neue Mitarbeiter sind willkommen. Aktuell sucht GKN Walterscheid in Sohland einen Leiter Qualitätssicherung, Teamleiter mechanische Fertigung, Lagerfachkräfte, Mitarbeiter Musterbau und vier Lehrlinge als Zerspanungsmechaniker und Industriemechaniker. An spannenden Aufgaben mangelt es im Sohlander Werk nie. In diesem Jahr stehen die Serieneinführung eines Maisvorsatzes und diverse andere Projekteinläufe auf dem Programm, kündigt der Werkleiter an.

Im vergangenen Jahr stemmte der Betrieb einen der höchsten Umsätze der jüngsten Zeit, berichtet Robert Berge. Neue Technik für das Drehen von Getriebeteilen hielt Einzug, insgesamt wurde 2018 bei GKN in Sohland (Spree) etwa eine Million Euro investiert. 26 neue Mitarbeiter wurden eingestellt, eine der höchsten Zahlen der vergangenen Jahre.

Und auch das gehört zur 2018er-Bilanz: 3.000 Euro spendete der Betrieb für eine Geschwindigkeitsmessanlage, die vor der Sohlander Grundschule aufgestellt werden soll. 500 Euro sowie je zehn Kino- und Drogerie-Gutscheine übergab GKN an den Verein, der das Frauenschutzhaus in Bautzen betreibt. Das Unternehmen unterstützte finanziell eine Sohlander Schülerzeitung ebenso wie den Chor der Mittelschule in Neusalza-Spremberg und die Läufer beim Sohlander Spendenlauf. Im Betrieb selbst gab es ein Familienfest, außerdem startete das firmeneigene Gesundheitsmanagement. Werkleiter Berge spricht zusammenfassend von „Aktivitäten um das Allgemeinwohl in der Region zu stärken“.

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