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Mit "alter" Truppe einen Zahn zulegen

Stolpen. Der alte FDP-Kreisvorstand wird weitgehend auch der neue sein. 98 Liberale wählen ihn am Sonnabend im Stolpener Stadtgemeindezentrum. Ausscheiden aus der siebenköpfigen Spitze will nur die Sebnitzerin Rosemarie Dehmel.

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Stolpen. Der alte FDP-Kreisvorstand wird weitgehend auch der neue sein. 98 Liberale wählen ihn am Sonnabend im Stolpener Stadtgemeindezentrum. Ausscheiden aus der siebenköpfigen Spitze will nur die Sebnitzerin Rosemarie Dehmel. Die Rentnerin war bisher Schatzmeisterin. Aus der FDP und damit aus dem Vorstand ausgetreten ist Barbara Hirsch aus Dürrröhrsdorf.
Geführt werden die Kreis-Liberalen von Uwe Steglich. Er wurde vor zwei Jahren vorgeschlagen und gewählt. Damit löste er den Heidenauer Uwe Graupner ab, der jedoch weiter im Führungs-Gremium mitarbeitet. Steglich erinnert sich an die damals knappe Entscheidung. Drei Wahlgänge lagen sie Kopf an Kopf. Erst dann stieg Graupner zugunsten des Stolpeners aus.
Mit einer solch spannenden Wahl ist dieses Mal nicht zu rechnen. Jedenfalls ist keine Kampf-Kandidatur in Sicht. Auch der Hohwalder Bürgermeister und im Kreistag neben Steglich sitzende Manfred Elsner beugt allen Gerüchten vor: "Ich bewerbe mich nicht." Er will - sofern er gewählt wird - weiter Vize bleiben. Das treffe auch auf die zweite Stellvertreterin Petra-Roswitha Wendt aus Königstein zu. Desweiteren stehen ebenfalls Josef Weber aus Sebnitz, der ehemalige Gottleubaer Bürgermeister Volker Dittrich sowie Uwe Graupner wieder zur Verfügung, weiß Steglich.
Steglich ist Mitte 30 und seit 1989 in der FDP. Heute arbeitet der gelernte Schlosser als Geschäftsführer des Trink- und Abwasserzweckverbandes Mittlere Wesenitz. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder.
Im Gegensatz zur Pirnaer Ortsgruppe, die mit dem 19-jährigen Ralph Hitschke den Kopf wechselte, will Steglich mit der "alten" Truppe einen Zahn zulegen. Die 99er Wahlen gehören nicht zu den liberalen Höhepunkten im Kreis. Zwar ist man mit drei Mann wieder im Kreistag, "aber es hätte wesentlich besser laufen können", schätzt Steglich kritisch ein.
Vier Punkte schreibt er deshalb groß auf die blau-gelben Partei-Fahnen. Dazu gehören die Verbesserung der Arbeit in den Ortsgruppen und dieser wiederum mit dem Kreisverband. Das soll sich zum Beispiel in gemeinsamen Beratungen zeigen. Besondere Aufmerksamkeit will man dem Kreistag widmen. Liberale Politik soll da wieder sichtbarer werden. Und die FDP geht moderne Wege der Öffentlichkeitsarbeit: Sie präsentiert sich künftig auch im Internet. (SZ/sab)

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