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Museum in der Bismarcksäule wird ausgebaut

Schritt für Schritt geht es nach oben. 158Stufen. 23 Höhenmeter. Dann ist der Ausblick über Dresden und das Umland da. Vom Bismarckturm geht der Blick weit ins Land, bis zu den Bergen und den Hängen am anderen Elbufer.

Schritt für Schritt geht es nach oben. 158 Stufen. 23 Höhenmeter. Dann ist der Ausblick über Dresden und das Umland da. Vom Bismarckturm geht der Blick weit ins Land, bis zu den Bergen und den Hängen am anderen Elbufer.

Doch nicht nur die Aussicht soll Besucher in den Turm am Moreauweg ziehen. Auch eine Ausstellung im Inneren. Acht beleuchtete Tafeln informieren über die Geschichte des Turms.

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Viel gibt es da zu erzählen. Das weiß auch Peter Froebel. Der 31-jährige Geschäftsführer eines Dresdner Architekturbüros engagiert sich mit weiteren 38 Mitgliedern im Verein Bismarckturm für das Denkmal. „Die Geschichte ist nicht unproblematisch“, sagt er. Hier fanden 1933 nicht nur Bücherverbrennungen der Nazis, sondern zuvor auch schon Kriege statt. „Vor 200 Jahren gab es eine große Schlacht der napoleonischen Armee gegen preußische, russische und österreichische Truppen. Tausende ließen ihr Leben“, berichtet Froebel. Weitere Facetten der Geschichte sollen auf sechs neuen Tafeln stehen, die 2014 aufgehängt werden. Das ist nicht das einzige Projekt des Vereins. Am Aussichtspodest des Turms sollen neue Richtungstafeln montiert werden. Die informieren über die Entfernung bestimmter Objekte am Horizont, wie Berge und Städte. Seit fünf Jahren ist der 1906 gebaute Turm wieder begehbar. 2003 hatte sich dafür der Verein gegründet. „Wir wollten den Turm nicht verkommen lassen und die Ortsgeschichte greifbar machen“, sagt der Vereinsvorsitzende Froebel. Denn es ist gerade die außergewöhnliche Vergangenheit, die viele neugierig macht. In diesem Jahr sind bereits 18 000 Gäste auf den Turm gestiegen. Eintritt kostet das nicht. Am Eingang wird um Spenden gebeten. Damit und aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert der Verein seine Arbeit. (mh)