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Musikgeschichte dokumentiert

Das Richard-Wagner-Museum in Graupa besteht seit 100 Jahren.

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Von Maria Buhrandt, Goethemittelschule Pirna, Klasse 8b

In Graupa gibt es seit 1907 das Richard-Wagner-Museum. Dieses Jahr wird das Museum 100 Jahre alt. Aus diesem Grund habe ich untersucht, wie das Richard-Wagner-Museum entstanden ist.

Richard Wagner erholte sich 1846 in Graupa und komponierte im Schäferschen Gut die Musik zur Oper„Lohengrin“. Der Leipziger Gymnasiallehrer Max Gaßmeyer gründete 1907 das Museum im Schäferschen Gut. Er hatte eine Sammlung über Richard Wagner und stellte sie für das Museum zur Verfügung. Max Gaßmeyer wollte mit der Ausstellung an den großen Komponisten erinnern. Viele Dokumente von anderen Musikliebhabern sind dazugekommen.

Ich habe herausgefunden, dass der Graupaer Emil Pfanne 1945 wertvolle Dokumente von Richard Wagner gerettet hat. 1945 war das Museum in der Gemeindeverwaltung in Graupa untergebracht.

Hier war aber auch die Kommandantur der Sowjetarmee. Sie brauchten Platz und warfen die ganze Sammlung auf den Hof. Emil Pfanne erzählte dem russischen Kommandanten über Richard Wagner und die kostbaren Gegenstände. Er durfte das ganze Material einsammeln und in seine Wohnung bringen. Russische Soldaten halfen ihm sogar dabei. Nur durch Emil Pfanne konnten die wertvollen Dokumente von Richard Wagner gerettet werden. Sie sind heute im Museum zu sehen. Aus diesem Grund wurde in Graupa eine Straße nach Emil Pfanne benannt. 75 Jahre nach der Gründung wurde das Lohengrinhaus rekonstruiert. Am 15. August 1982 war die Neueröffnung des Richard-Wagner-Museums.

Im Erdgeschoss des Hauses gab es den Veranstaltungsraum mit Kappengewölbe. Hier fanden viele musikalische Veranstaltungen, Lesungen oder Vorträge mit bekannten Künstlern und Musikern statt. Es gab auch viele Ausstellungen in der „Kleinen Galerie“ und es fanden Führungen durch sechs Räume des Museums statt.

Im großen Ausstellungsraum im Erdgeschoss waren Dokumente und Briefe aus Wagners Zeit in Paris und Dresden zu sehen. Sie waren für seinen Lebensweg wichtig.

Es gibt auch eine Sammlung von historischen Orchesterinstrumenten aus jener Zeit, und es wurde an berühmte Sänger und Darsteller erinnert, die in seinen Uraufführungen und Opern mitspielten.

Man konnte im ersten Stock den „Musiksalon“ von Wagner und seiner Frau sehen. In einem anderen Zimmer waren Dokumente über die Freundschaft mit August Röckel, dem königlichen Musikdirektor, ausgestellt.

Die Ausstellung wurde ständig durch Verehrer und Liebhaber der Musik Richard Wagners erweitert.

2005 wurde das Richard-Wagner-Museum in die Graupaer Grundschule verlegt, da das Museum saniert werden sollte. Nur einige Ausstellungsstücke waren in der alten Schule zu besichtigen. 2006 begann die Sanierung. Im August 2007 wurde sie abgeschlossen. Das Museum kommt aber nicht mehr in das Lohengrinhaus zurück. Hier entsteht eine Wagner Gedenk- und Studienstätte. Das Richard-Wagner-Museum soll 2008/2009 ins Jagdschloss in Graupa umziehen. Das Jagdschloss muss aber erst noch saniert werden.

Ich hoffe, dass die Sanierung schnell beginnt, damit das Richard-Wagner-Museum bald in schöne Räume des Schlosses einziehen kann.

So können dann wieder viele Musikliebhaber und Touristen die Ausstellung im Richard-Wagner-Museum, dann im Jagdschloss in Graupa, besuchen.