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Musikschule bekommt Spende für Flutopfer

Die Rotarier und der Bund der Selbstständigen bezahlen zwei Kindern den Musikunterricht für ein Jahr.

Von Jens Hoyer

Die kleine Charleen Elaine, sechs Jahre alt, spielt „Hänschen klein“ und „Kuckuck ruft’s aus dem Wald“ auf der Blockflöte. Ihre Schwester Jolie Aileen, sie ist ein Jahr älter, lernt seit zwei Monaten das Spielen auf der Querflöte – auf einem ganz besonderen Instrument mit gebogenem Mundstück, weil sie eigentlich noch zu klein ist, sagte Margot Berthold, Leiterin der Döbelner Musikschule. Die Schule hatte das Instrument ganz neu angeschafft.

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Der Musikunterricht für die beiden Anfänger ist jetzt für ein Jahr gesichert. Gestern haben der Rotary Club Döbeln und der Bund der Selbstständigen 500 und 250 Euro an die Schule übergeben, um den Musikunterricht zu ermöglichen. Die Familie der beiden war vom Hochwasser im vorigen Jahr betroffen. „Es ist schön, dass Leuten geholfen werden kann, die im Moment andere Prioritäten setzen müssen als den Musikunterricht ihrer Kinder. Nach dem Hochwasser 2002 hatten wir ganz viele Paten gefunden“, sagte Margot Berthold. Die Rotarier hatten das Geld bei einem Benefizkonzert mit dem Jugendblasorchester der Musikschule eingesammelt. Ein Roßweiner Unternehmer hatte Geld dazugegeben.

Mutti Kirstin Klein freute sich für ihre Kinder über die Spende. Der Versicherungsvertreterin hatte die Versicherung nach dem Juni-Hochwasser nicht geholfen. Sie hatte zwar kurz zuvor eine abgeschlossen, aber der Schutz begann erst am 1. Dezember. Die Familie war mit zwei Büros und dem Haus in der Innenstadt betroffen, erzählte sie. Derzeit sind viele Leute in Döbeln ohne Schutz, weil die Versicherungen Verträge kündigen und keine neuen abschließen. „Wir sammeln die Ablehnungen und erhoffen uns Hilfe von der Staatsregierung“, sagte Kirstin Klein.