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Nach Fan-Ärger: Kerstin Ott kommt wieder

Beim Pulsnitzer Stadtfest gab es viele enttäuschte Gesichter. Am Sonntag ist die Sängerin noch einmal zu erleben.

Kerstin Ott begeisterte das Publikum in Pulsnitz. Nun ist sie am Sonntag in Gelenau erneut zu erleben.
Kerstin Ott begeisterte das Publikum in Pulsnitz. Nun ist sie am Sonntag in Gelenau erneut zu erleben. © Reiner Hanke

Gelenau. Gestern rollten die Bauzäune an und die Toilettenwagen. Am Mittwoch kommt die Bühne, morgen und übermorgen die Hüpfburgen und die Riesenrutsche. Das Gelenauer Sonntags-Open-Air am 1. September wird Familienfest und Ü-30-Party zugleich. Und es hat eine besondere Geschichte. 

Die begann, als Schlagerstar Kerstin Ott ("Die immer lacht") mit ihrem Auftritt beim Pulsnitzer Stadtfest im Mai den Markt zu sprengen drohte. Der musste schließlich wegen des Fanstroms gesperrt werden – aus Sicherheitsgründen. Es sollte schließlich niemand im Gedränge zu Schaden kommen oder eine Panik entstehen.

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Damit zogen Stadt und Veranstalter auch den Unmut mancher Fans auf sich, die es nicht mehr vor die Bühne schafften. Veranstalter Thomas Träber versprach schon damals, sofort nach dem Konzert, die Sängerin noch einmal in die Region zu holen. Möglichst in die nähere Umgebung von Pulsnitz. Ein passendes Areal fand Veranstaltungsmanager Träber auf der Gelenauer Festwiese. Ursprünglich habe er nach dem Pulsnitzer Stadtfest eine Ü-30-Party mit Kerstin Ott geplant. Doch die Sängerin habe auch so viele Fans unter den Kindern, weiß Thomas Träber. So seien etliche Eltern deswegen auf ihn zugekommen.

Der Kamenzer krempelte das Konzept kurzerhand um und baute ein Familien-Sommerfest um den Auftritt von Kerstin Ott. Das beginnt nun schon um 12 Uhr mit lokalem Einstieg. Die Tanz- und Theaterwerkstatt Pulsnitz und Kamenz Can Dance starten in den Open-Air-Sonntag und bringen das Publikum in Schwung, bevor Thomas Träber ein Pop- und Schlagerfeuerwerk zündet: „Es ist jetzt eine Kombi aus allem geworden. Ein Familienfest, dazu abends Party mit Jolly Jumper und als Highlight um 17 Uhr Kerstin Ott“, erklärt Thomas Träber. Sie bringt ihren Hit Regenbogenfarben aus dem Album „Mut zur Katastrophe“ mit. Das schoss aus dem Stand auf Platz 3 der offiziellen deutschen Charts.

Organisator Thomas Träber steckt mitten im Aufbau für das Gelenauer Sonntags-Open-Air am 1. September.
Organisator Thomas Träber steckt mitten im Aufbau für das Gelenauer Sonntags-Open-Air am 1. September. © René Plaul

Kerstin Ott sei letztlich dieses Fest zu verdanken. Er habe jetzt zur Schlagernacht in Neustadt Gelegenheit gehabt, mit ihr zu reden: „Sie freut sich sehr auf den Sonntag und ihre Fans.“ Die seien ja der ausschlaggebende Punkt für diese Veranstaltung gewesen. Gerade auch die enttäuschten Besucher vom Pulsnitzer Stadtfest sollten zeitnah noch einmal die Chance haben, die Sängerin zu erleben. Und das zu einer familienfreundlichen Uhrzeit. So denkt Veranstaltungsmanager Thomas Träber, dass sich der Unmut unter einigen Ott-Fans inzwischen gelegt hat und die Freude über das neuerliche Gastspiel in der Region überwiegt. Träber löst mit dem Open Air sein Versprechen vom Maiwochenende ein. Dass ein Star wie Kerstin Ott innerhalb so weniger Wochen noch einmal in dieselbe Gegend komme, sei nicht selbstverständlich. Das habe vor allem auch etwas mit ihrer sympathischen Art und den anspruchsvollen eigenen Texten zu tun. „Ich denke, bei dem Open Air ist für jeden etwas dabei“, sagt der Organisator.

Dazu gehöre Songwriter Björn Martins von Jolly Jumper, der bereits am Nachmittag solo zu erleben ist, abends dann mit Band. Nachwuchs-Schlagersternchen Linda Wippich war auch schon beim Pulsnitzer Stadtfest dabei und steht nun wieder auf der Bühne. Und Schlager-Popstar Frank Lukas wird sein neues Album präsentieren. Auch er schreibe selbst Lieder – unter anderem für Matthias Reim. An Platz werde es diesmal auf dem riesigen Festgelände im Kamenzer Ortsteil Gelenau nicht mangeln. Da ist auch noch genug Raum für ein Hüpfburg-Areal und eine Riesenrutsche.

Welche Stars zum nächsten Pulsnitzer Stadtfest kommen werden, da sei er „momentan noch am Gucken: „Es ist noch nicht spruchreif.“ Er verspricht aber neue tolle Bands und einige andere Neuerungen. Außerdem ist die große Après-Ski-Party im Januar im Schützenhaus in der Vorbereitung.

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Ein Thema werde fürs kommende Jahr zudem wieder die Schlossparty in Oberlichtenau sein. Fans ist natürlich nicht entgangen, dass die Party in diesem Jahr eine Pause eingelegt hat. Aus zeitlichen Gründen und wegen Terminschwierigkeiten, so Träber, der ja auch noch einem Beruf nachgeht. Es wäre die zehnte Party gewesen. Die soll nun im kommenden Jahr stattfinden. Zumindest, wenn es nach Eventmanager Thomas Träber geht. Es gebe allerdings einen Unsicherheitsfaktor. Dessen Auswirkungen seien schwer abzuschätzen. Das sei der geplante Verkauf des Schlosses durch den privaten Eigentümer.

Das Familienfest

Einlass auf das Festgelände in Gelenau ist am Sonntag, dem 1. September, ab 11 Uhr. Etwa 12.30 Uhr geht es los mit der Tanz- und Theaterwerkstatt Pulsnitz; 13.30 Uhr - Kamenz Can Dance; 14.30 Uhr - Björn Martins; 15.30 Uhr - Linda Wippich; 16 Uhr - Frank Lukas; 17 Uhr - Kerstin Ott; 19 Uhr - Jolly Jumper.

Karten: bei eventim.de und im SZ-Ticketservice

Für die Kinder gibt es ein Hüpfburg-Areal, Malen und Basteln, eine Riesenrutsche, Schminken.

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