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Nach Großrazzia in elf Ländern auch ein Sachse in Haft

München/Dresden. Rund 40 Millionen Mark Steuern hat eine internationale Betrüger-Gruppe Schätzungen zufolge dem deutschen Fiskus hinterzogen. Das teilte die Sonderkommission "Lugano" der oberbayrischen...

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München/Dresden. Rund 40 Millionen Mark Steuern hat eine internationale Betrüger-Gruppe Schätzungen zufolge dem deutschen Fiskus hinterzogen. Das teilte die Sonderkommission "Lugano" der oberbayrischen Polizei zwei Tage nach der europaweiten Razzia mit.
Dem großangelegten Betrug liegen umfangreiche Scheingeschäfte mit Handys zu Grunde, so die Polizei. 500 deutsche und 300 ausländische Polizisten hatten vergangenen Mittwoch in elf Ländern 213 und in der Bundesrepublik fast einhundert Büros und Wohnungen durchsucht. In England wurden 7 800 Handys beschlagnahmt. In Deutschland beschlagnahmten die Beamten vier Millionen Mark Bargeld und weitere Handy-Ladungen. Zur Sicherung der vielen Beweismittel musste die Polizei eine Lagerhalle anmieten.
Im Visier der Polizei sind auch ein bayerischer Computerhandelskonzern und die Firma Komsa in Hartmannsdorf bei Chemnitz. Welche Rolle der sächsische Musterbetrieb in dem Fall spielt, bleibt nach der gestrigen Pressekonferenz in München weiter unklar. Ein leitender Angestellter der Firma gehört zu den 16 insgesamt verhaften Personen. Ermittelt wird auch wegen Geldwäsche. (SZ/ts)

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