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Narkose-Forum sehr gut besucht

Chefarzt Dr. Treue sprach im St. Carolus über Formen moderner Anästhesie.

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Zwei Fragen bekommt Dr. Uwe Treue von Patienten vor Operationen im Malteser Krankenhaus St. Carolus in Görlitz immer wieder gestellt: Wie wache ich wieder auf? Spüre ich trotz der Betäubung doch etwas? Fragen, die sich am besten beantworten lassen, wenn man die Abläufe bei einer Narkose im Krankenhaus und die Arbeitsweise des Anästhesisten möglichst präzise erläutert sowie die verschiedenen Arten der Ausschaltung von Schmerz und Bewusstsein für die OP-Patienten nachvollziehbar erklärt.

Genau das tat Dr. Treue, der im St. Carolus Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin ist, auch beim SZ-Gesundheitsforum am Mittwochabend. Die zahlreichen Zuhörer erfuhren, dass Methoden und Technik in der Anästhesie sich seit Ende der 1840er Jahre – damals wurde erstmals ein Mensch in Europa mit Äther narkotisiert – so weiter entwickelt haben, dass heute jeder Patient individuell, risikoarm und sogar recht komfortabel betäubt werden kann. Besonders häufig werde die sogenannte balancierte Anästhesie angewendet. Dabei kommen sowohl injizierbare Narkosemittel als auch Narkosegase zum Einsatz. Chefarzt Treue stellte aber auch Verfahren zur totalen und zur regionalen Betäubung vor. Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Zuhörer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und das Thema zu diskutieren. (SZ)