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Neue Anlage für 650000 Euro erleichtert Katheter-Eingriffe

Das Krankenhaus hat ein neues Angiographiegerät gekauft. Das erleichtert die Tumor- und Gefäßchirurgie.

Von Peggy Zill

Rund 650000 Euro hat das Krankenhaus Döbeln für eine neue Angiographie-Anlage ausgegeben. Sie steht bereits im Neubau und ist seit vier Wochen in Betrieb. „Die Einheit ist hochmodern und in der Region einmalig“, erklärt Chefarzt Ralf Lange. Das Gerät erleichtert besonders die Arbeit der Gefäß- und Tumorchirurgen. Nachdem den Patienten ein Kontrastmittel gespritzt wurde, werden mit Röntgenstrahlung die Gefäße sichtbar und können direkt behandelt werden, wenn zum Beispiel ein Katheter eingesetzt werden muss. Etwa 70 Prozent der sonst offenen Operationen sollen nun gezielt am erkrankten Gewebe vorgenommen werden. „Wir kommen jetzt schneller an bestimmte Regionen ran. Alle Positionen sind erreichbar“, beschreibt Oberarzt Miko Arlt. Auf vier Monitoren sehen die Ärzte, was sie gerade machen, können die Gefäßbilder speichern, Patientendaten abrufen und den allgemeinen Zustand überwachen. „Es ist nicht mehr so ein Gerenne“, so Arlt. Im Nebenraum werden die Patienten nach dem Eingriff überwacht. Bis zu vier Betten haben dort Platz.

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Rund 500 Patienten können jährlich mit dem Angiographiegerät behandelt werden, schätzt Lange ein. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Patienten kaum noch länger als zwei Tage im Krankenhaus verbringen müssen. „Für moderne Gefäß- und Tumorchirurgie ist so eine Anlage nötig“, so Ralf Lange. Vor drei Jahren hat das Krankenhaus für etwa 250000 Euro bereits ein kleineres, mobiles Angiographiegerät gekauft. Das wird nicht aussortiert, sondern steht nun im OP.