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Neue Pläne für den Sachsenhof

Für die ehemalige Gaststätte in Klingenberg gibt es eine Interessentin. Was diese in den Räumen vorhat.

Seit Mitte Juni 2016 steht die Gastwirtschaft im Erdgeschoss des Gebäudes an der Bahnhofstraße 4 in Klingenberg leer.
Seit Mitte Juni 2016 steht die Gastwirtschaft im Erdgeschoss des Gebäudes an der Bahnhofstraße 4 in Klingenberg leer. © Frank Baldauf

Der Schriftzug „Gaststätte Sachsenhof“ prangt noch in großen Lettern an der hellgelben Außenfassade, dabei ist diese schon längst geschlossen. Seit Mitte Juni 2016 steht die Gastwirtschaft im Erdgeschoss des Gebäudes an der Bahnhofstraße 4 in Klingenberg leer. 

Bemühungen seitens der Gemeinde, einen neuen Betreiber für die Gaststätte zu finden, blieben erfolglos. Deshalb zog die Gemeindeverwaltung auch andere Möglichkeiten für eine gewerbliche Nachnutzung in Betracht. Wie auf der jüngsten Klingenberger Gemeinderatssitzung bekannt wurde, gibt es nun eine Interessentin, die in Erwägung zieht, in den Räumen der ehemaligen Gaststätte einen Friseursalon zu eröffnen. Allerdings möchte die potenzielle Mieterin dafür nicht das gesamte Erdgeschoss mit 207 Quadratmetern Fläche nutzen, sondern nur den größeren, rechten Teil. Da die Frau beabsichtige, ihre eigene Friseurausstattung in die Räumlichkeiten einzubauen, geht die Gemeindeverwaltung von einem längerfristigen Mietverhältnis aus. Das Geld, das Klingenberg für den Umbau der ehemaligen Gasträume in die Hand nehmen müsste, ließe sich somit durch die Miete wieder refinanzieren, so Carlo Schütze, Amtsleiter Finanzen.

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Wie der kleinere, linke Teil des Erdgeschosses genutzt werden könnte, sei aktuell noch offen. Eventuell wären die Räume geeignet für den Kinder- und Jugendtreff von Sabine Zönnchen, so die Überlegungen der Gemeindeverwaltung. Dazu seien aber noch weitere Abstimmungen notwendig.

Die aktuelle Kostenschätzung für die notwendigen Umbaumaßnahmen im Erdgeschoss geht von 94 000 Euro aus. Laut Bauamt der Gemeinde entfallen etwa 58 500 Euro auf den rechten Teil des Erdgeschosses, 35 500 Euro auf den linken. Doch mit dem Erdgeschoss soll dann nicht Schluss ein – in zwei Wohnungen in den oberen Stockwerken möchte die Gemeinde ebenfalls investieren. Im ersten Obergeschoss soll eine Wohnung saniert werden, die seit November 2016 leer steht. 17 500 Euro werden die Arbeiten voraussichtlich kosten. Die Gemeinde hofft, die 42 Quadratmeter große Wohnung anschließend wieder vermieten zu können. Im zweiten Obergeschoss möchte sich ein Mieter räumlich vergrößern und die leerstehende Ein-Zimmer-Wohnung zu seiner Wohnung dazunehmen. Dafür hat der Verwaltungsausschuss bereits 14 000 Euro bewilligt. Das Gebäude an der Bahnhofstraße 4 wurde in den Jahren 1861/62 gebaut. Mitte der 1990er-Jahre hat die Gemeinde das Erdgeschoss zur Gaststätte umgebaut. Außerdem sind alle Fenster im Gebäude ausgetauscht worden. Von 2012 bis 2014 wurde das Haus im oberen Bereich teilsaniert, für 244 000 Euro.

Da im Haushalt keine Mittel für Instandhaltungsmaßnahmen vorgesehen waren, musste der Gemeinderat die Finanzierung erst beschließen. Einstimmig stellten die Ratsmitglieder 111 500 Euro bereit.

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