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Neue Urnenanlage auf Stadt-Friedhof

In Kleinnaundorf hat das Rathaus nun auf die Nachfragen der Bürger reagiert und eine neue Gemeinschaftsanlage geschaffen.

Von Matthias Weigel

In Freital gibt es auf dem städtischen Friedhof in Kleinnaundorf jetzt eine Urnengemeinschaftsanlage mit Stele. Sie bietet die Möglichkeit, Vorname, Name sowie Geburts- und Sterbedatum einzugravieren, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Stele wurde von Steinmetzmeister Roman Schröder aus Wilsdruff hergestellt. Für die Gestaltung der Grünanlage wurde der Floristikbetrieb Thomas Schöne aus Freital beauftragt. Im Frühjahr 2014 wird die noch fehlende Bepflanzung des Urnenfeldes im Umfeld der Stele fertiggestellt.

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Mit der Neuerung reagiert die Stadtverwaltung auf zahlreiche Nachfragen aus der Bevölkerung nach dieser Form der Bestattung. „Wir wollen uns diesem zeitgemäßen Bedarf nicht verweigern“, sagt Stadtsprecherin Inge Nestler. Die Vorbereitung hat jedoch einige Zeit in Anspruch genommen. Doch nun ist die Anlage seit ein paar Wochen nutzbar. In Arbeit ist allerdings noch die notwendige Änderung der Friedhofs- und Gebührensatzung.

Der Friedhof in Kleinnaundorf an der Saarstraße ist der Einzige in kommunaler Trägerschaft. Verwaltet wird er vom Bauamt im Rathaus in Potschappel aus, wo auch die Ansprechpartner für Fragen und Wünsche zur Verfügung stehen. „Auf dem Friedhof gibt es auch eine Trauerhalle, in die die Stadt in den vergangenen Jahren immer wieder für Sanierungsmaßnahmen investiert hat“, sagt Nestler.

Urnenbestattungen nehmen zu

Weitaus mehr, nämlich insgesamt fünf, Friedhöfe verwaltet und betreibt in Freital das Kirchspiel. Sie liegen in Deuben, Potschappel, Döhlen, Hainsberg und Somsdorf. Einen weiteren gibt es in der Kirchgemeinde Pesterwitz. Urnengemeinschaftsanlagen gibt es hier auch schon seit Jahrzehnten. Diese sind als Doppelgrabstellen angelegt. Auf einem Grabstein können dann die Namen eingraviert werden. „Wir wollen den Charakter des Friedhofes an sich bewahren“, sagt Pfarrer Markus Beulich, der für die Friedhöfe verantwortlich ist. Anonyme Bestattungen seien deswegen nicht möglich. „Zu jedem gehört ein Name, egal ob im Leben oder Tod“, sagt Beulich. Auch die Freitaler Kirchgemeinen verzeichnen eine Abnahme der Erdbestattungen und dafür zunehmend Urnenbestattungen, und die vor allem in Gemeinschaftsanlagen. „In den ländlicheren geprägteren Gebieten, wie Somsdorf, ist der Trend noch nicht zu spüren“, sagt Beulich.

Dass die Gemeinschaftsanlagen aber vor allem im städtischen Bereich nachgefragter sind, hat nicht nur finanzielle Gründe. Auch die leichtere Grabpflege spielt eine große Rolle. Verwaltet werden die Friedhöfe des Kirchspiels zentral in Deuben in der Pestalozzistraße. Für alle gibt es eine zentrale Friedhofsordnung. Die steht im Übrigen nicht nur für Fragen rund um die Friedhöfe und Bestattung zur Verfügung. Sondern berät gern auch bei der Gestaltung von Gräbern.

Friedhofsverwaltung Kirchspiel Freital, Pestalozzistraße 6,  0351 6491396; Sprechzeiten: Mo.-Fr. 9-12 und Mo.-Do. 15-18 Uhr sowie nach Vereinbarung

Friedhof Pesterwitz, Friedhofsverwaltung Zauckeroder Straße 2,  0175 7867044; Sprechzeiten: Mo./Fr. 10-12, Di. 15-18 und Do. 13-15 Uhr und n. Vereinb.; Vermietung Trauerhalle über die Kirchgemeinde: 0351 6503341

Stadt Freital, Kristina Grimm (Stadtbauamt), Dresdner Straße 56, Raum 203,  0351 6476206, Sprechzeiten: Mo./Fr. 8-12, Di./Do. 8-12 und 14-18 Uhr und n. Vereinb.