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Neue Wohnungen auf der Schlegelstraße

Eine Wohnungsgesellschaft wagt etwas, was es seit vielen Jahren nicht mehr gab. Damit will sie einen Akzent setzen.

Von Alexander Müller

Es geht voran in Pirna. Deutlichstes Zeichen ist das Baugeschehen. Es entstehen immer mehr Einfamilienhäuser, aber inzwischen bauen auch größere Institutionen wieder. So wird ein neues Finanzamt gebaut, und gegenüber dem alten Finanzamt auf der Emil-Schlegel-Straße gibt es auch bald etwas Neues: Die Wohnungsgenossenschaft „Sächsische Schweiz“ will hier drei Gebäude errichten lassen und damit etwas Außergewöhnliches schaffen. Gestern war die Grundsteinlegung.

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Die Genossenschaft hat schon jetzt knapp 2 000 Wohnungen in 65 Gebäuden in Pirna. Dennoch fehlt ihr etwas. „Wir haben keine größeren Wohnungen mit 80 bis 100 Quadratmetern Wohnfläche, und auch bei der Barrierefreiheit hapert es“, erläuterte Dr. Birgit Sorber vom Vorstand bereits im vorigen Jahr, als der Bau der neuen Wohnungen ausgeschrieben worden war. Eine zufriedenstellende Lösung durch Umbau im Bestand hatte man nicht gefunden.

Der Vorstand hatte deshalb nach neuen Lösungen gesucht. Die Genossenschaft kaufte zwei Grundstücke – die Häuser Emil-Schlegel-Straße 11 und 12 – wo gestern nun der Grundstein gelegt wurde. Im ersten Haus war bis vor einem Jahr die private Berufsfachschule (IFB) untergebracht, das zweite hatte schon vor mehreren Jahren als Bauamt ausgedient. Es befindet sich gegenüber dem derzeitigen Finanzamt. Die Gebäude sind in Stahlskelettbauweise errichtet worden und genügen heutigen Anforderungen überhaupt nicht. Deshalb kam nur ein Abriss und anschließender Neubau infrage.

Prägnant und doch zurückhaltend

Für die Neubauten hatte die Genossenschaft einen kleinen Wettbewerb ausgeschrieben. Gewonnen hat den die Freiberger Ingenieur- und Planungsgesellschaft „Phase 10“, die auch ein Büro in Dresden hat. Man entschied sich für deren Entwurf, da er sich aus der umgebenden Bebauung etwas hervorhebt, sich ein-, aber nicht unterordnet. Weiterhin überzeugten die flexiblen Grundrisse und das Kostenkonzept. „Wir wollten einen Akzent setzen“, berichtete Birgit Sorber schon damals. Fast 40 Wohnungen und ein Gemeinschaftsraum sollen so entstehen. Die Grundform der drei einzelnen Gebäude setzt sich aus vier Türmen zusammen, welche über ein Kreuz in der Mitte verbunden sind. Somit befindet sich grundsätzlich jede Wohneinheit auf einer Etage in einem eigenen Turm. Dadurch ist eine individuelle und modulartige Aufteilung möglich.

Bis zur Grundsteinlegung musste allerdings allerhand passieren. Man musste zuerst den Vertrag mit dem Ingenieurbüro abschließen, dann Baurecht schaffen – und nun kann das Projekt verwirklicht werden. Ziel ist der Bezug der ersten beiden Gebäude im ersten Quartal 2015. Das dritte dann noch ausstehende Haus soll im Anschluss gebaut werden. Die Kosten überschreiten insgesamt locker eine Million Euro.