merken
PLUS

Neuer Prozess um Kindstötung

Spitzkunnersdorf. Im Strafverfahren wegen Kindstötung gegen eine 29-jährige Spitzkunnersdorferin hat sich der Generalbundesanwalt eingeschaltet. Die Frau hatte im Dezember 2012 ihren neugeborenen Sohn unmittelbar nach der Geburt mit einem Handtuch erdrosselt.

Spitzkunnersdorf. Im Strafverfahren wegen Kindstötung gegen eine 29-jährige Spitzkunnersdorferin hat sich der Generalbundesanwalt eingeschaltet. Die Frau hatte im Dezember 2012 ihren neugeborenen Sohn unmittelbar nach der Geburt mit einem Handtuch erdrosselt. Das Gericht verurteilte die Mutter im Dezember 2013 wegen Totschlags in einem minderschweren Fall zu fünf Jahren und drei Monaten Freiheitsentzug. Das sind sechs Monate mehr als vom Staatsanwalt gefordert.

Rechtsanwalt Torsten Mengel bestreitet den Tötungsvorsatz der Frau und weist auf deren aussichtslose Lage hin. Kurz vor der Geburt soll die Angeklagte erfahren haben, dass sie an einer unheilbaren Erbkrankheit leide. Nachdem Mengel gegen das Urteil des Landgerichtes Görlitz Revision eingelegt hat, hat sich nunmehr der Generalbundesanwalt gegenüber dem Strafsenat zum Verfahren geäußert und beantragt, das Urteil im Strafausspruch aufzuheben und die Sache an ein anderes Schwurgericht zurückzuverweisen. Konkret geht es darum, die Art und Höhe der zu verhängenden Strafe neu zu verhandeln. Begründet wurde dies damit, dass die Überprüfung des Urteiles einen durchgreifenden Rechtsfehler ergeben habe. Mit einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes ist noch dieses Jahr zu rechnen, sagte Mengel. (mh)

Anzeige
Eine Pflegeimmobilie als Kapitalanlage
Eine Pflegeimmobilie als Kapitalanlage

In Hainichen kann ab sofort sicher, sorglos und sozial wertvoll Geld angelegt werden.