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Neues Wohnquartier für Meißen

Die Seeg hat das „K2“ eingeweiht. Es ist ihr teuerstes Bauprojekt – und bietet auch Penthouse-Wohnungen mit Fernblick.

Von Udo Lemke
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Die Seeg, hundertprozentige Tochter der Stadt Meißen, bewirtschaftet 2.500 Wohnungen, 65 Gewerberäume und 1.150 Parkplätze. Mit dem Projekt an der Zaschendorfer Straße erweitert sie ihr Angebot um Wohnungen mit gehobenem Niveau.
Die Seeg, hundertprozentige Tochter der Stadt Meißen, bewirtschaftet 2.500 Wohnungen, 65 Gewerberäume und 1.150 Parkplätze. Mit dem Projekt an der Zaschendorfer Straße erweitert sie ihr Angebot um Wohnungen mit gehobenem Niveau. © Claudia Hübschmann

Meißen. Die städtische Wohnungsgesellschaft Seeg ist auf neuen Pfaden unterwegs. Nachdem sie seit der Wende vor allem im Alt- und Plattenbaubestand saniert und modernisiert hat, gibt es nun gleich drei Neubauprojekte. 

Nachdem im Sommer 2018 die beiden Häuser an der Berglehne mit insgesamt neun geräumigen Wohnungen übergeben worden sind, folgte nun in Sichtweite dazu an der Zaschendorfer Straße das Wohn- und Geschäftshaus „K 2“ mit 23 Wohnungen, einer Zahnarztpraxis und einem Gewerberaum. Und am kommenden Mittwoch wird an der Mannfeldstraße 19 symbolisch der Schlüssel für den neu gebauten Kindergarten mit 60 Kindergarten- und 36 Krippenplätzen überreicht.

Was den Neubau an der Zaschendorfer Straße 38 und 40 betrifft, so ist es die größte Einzelinvestition der Seeg seit ihrer Gründung 1994. „Wir hatten 5,8 Millionen Euro Baukosten eingeplant und sind auch in diesem Rahmen geblieben“, erklärte die Seeg-Geschäftsführerin beim Presserundgang durch das Wohnhausensemble. Allerdings seien durch höhere Baustahlkosten und den schwierigen Baugrund weitere 300.000 Euro angefallen.

Seeg-Geschäftsführerin Birgit Richter freut sich, nun auch zeitgemäße Neubauten anbieten zu können.
Seeg-Geschäftsführerin Birgit Richter freut sich, nun auch zeitgemäße Neubauten anbieten zu können. © Claudia Hübschmann

Was den Baugrund betrifft, so hat er mit der Geschichte des Areals zwischen Zaschendorfer und Max-Haarig-Straße zu tun. Denn dort standen alte Wohnhäuser, die abgerissen worden waren, nachdem die Stadt die Grundstücke gekauft hatte. „Es war eine sehr räudige Ecke“, so Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos).

„Aber, wenn man die Grundstücke in einer Hand hat, kann man gestalten. Wir versuchen, unsere Stadt von innen nach außen zu entwickeln.“ – An der Zaschendorfer Straße erstreckt sich das große, viergeschossige der beiden neuen Gebäude.

Das Architekturbüro aT 2 mehnert+georgi aus Radebeul hat die Räume so gruppiert, dass zur Straße hin Bäder und Küchen liegen, nach hinten zum Hof, zur Südseite, befinden sich die Wohn- und Schlafräume.

„Wir wollten für einzelne Personen, aber auch für Familien bauen, niemanden ausgrenzen“, sagt Birgit Richter. Und so gibt es denn in den beiden Neubauten – der kleinere steht parallel zur Max-Haarig-Straße und hat nur zwei Geschosse – insgesamt zwei Einraum-, sieben Zweiraum-, neun Dreiraum- und fünf Vierraumwohnungen.

Zwischen den beiden Wohnhäusern gibt es einen grünen Innenhof, darunter befindet sich die Tiefgarage.
Zwischen den beiden Wohnhäusern gibt es einen grünen Innenhof, darunter befindet sich die Tiefgarage. © Claudia Hübschmann

Bis auf die Wohnungen im ersten Geschoss des Hauses an der Max-Haarig-Straße sind alle anderen barrierefrei. Im Vorderhaus kann man von der vierten Etage mit dem Fahrstuhl bis in die Tiefgarage fahren. Eine solche zu errichten, war ebenfalls neu für die Seeg. Sie fasst Platz für 29 Fahrzeuge und es gibt drei Stromtankstellen.

Die beiden 110 Quadratmeter großen Penthouse-Wohnungen im vierten Stock, von denen man einen Blick auf die Hügel von Niederspaar und Siebeneichen hat, kosten elf Euro pro Quadratmeter Kaltmiete, die Durchschnittsmiete im „K 2“ liegt bei 10,30 Euro.

Für die Seeg ist das entsprechend der Ausstattung der Wohnungen gehobenes Niveau. Der Durchschnittsmietenpreis der Seeg liegt sonst bei 5,60 Euro. Bei den Betriebskosten bleibe man unter zwei Euro pro Quadratmeter, so Birgit Richter.

Übrigens: „K 2“ ist das Kürzel für Kalkberg 2 und bezieht sich darauf, dass die Wohnanlage das zweite Neubauprojekt der Gesellschaft in der Gegend ist.

Sonnabend, 25. Januar, lädt die Seeg von 10 bis 13 Uhr an die Zaschendorfer Straße 40 zum Tag der offenen Tür.

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