merken
PLUS

Nur Umdenken kann den Müll vermeiden

über illegalen Abfall im Kamenzer Land

Annett Kschieschan

Immer mehr Menschen kaufen in Bio-Läden. Sie wollen wissen, wo Lebensmittel herkommen, legen Wert auf regionale Produkte, eine gute Ökobilanz und damit nicht zuletzt auch ein gutes – oder jedenfalls besseres – Gewissen. Und dann gibt es aber eben auch jene, die ihr altes Sofa einfach im Wald abstellen. Oder zerfledderte Pappkartons. Oder sogar eine reichliche Tonne Asbestmüll. Um ein gutes Gewissen macht sich diese Klientel vermutlich weniger Gedanken.

Anzeige
Geld für Vereine, Projekte, mehr Zuversicht!
Geld für Vereine, Projekte, mehr Zuversicht!

Mit einem Crowdfundingprojekt unterstützt die Volksbank Dresden-Bautzen eG gemeinnützige Projekte.

Wie passt das nun zusammen? Eigentlich gar nicht. Trotzdem zeigen die Beispiele zwei Seiten der Realität. Im Kamenzer Land fiel die unschöne jetzt verstärkt auf. Kein Wunder, die Pilzsaison hat viele Leute raus in Wälder und Wiesen gelockt. Wenigstens werden so ein paar mehr Abfallsünden aufgedeckt. Der Unrat kann entsorgt werden, auch wenn das wieder Geld kostet. 21 000 Euro hat der Kreis im letzten Jahr für die Entsorgung von illegalem Müll ausgegeben. Weniger als zuvor, aber im Grunde immer noch viel zu viel. Was hilft? Strafen? Nur dann, wenn die Verursacher ermittelt werden. Kontrollen im Wald? Wer soll die leisten? Umdenken? Mit Sicherheit. Nur lässt sich das eben nicht erzwingen. Die Dreckecken im Wald werden uns deshalb wohl leider erhalten bleiben.