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Opernsängerin singt im Altersheim

Ilse Ludwig war einst auf großen Bühnen zu Hause. Nun unterhält sie Senioren.

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Früher sang Ilse Ludwig an der Dresdner Staatsoper, jetzt singt sie einmal wöchentlich mit Senioren. Im Cultus-Altersheim kommen immer dienstags rund 25 Zuhörer zusammen. Sie bilden einen Kreis aus Stühlen und Rollstühlen um die 80-Jährige und singen gemeinsam Heimatlieder. „Meistens sind es immer die gleichen Lieder. Aber es macht den Leuten einfach Spaß“, meint die rüstige Seniorin. Ihre Stimme sei über die Jahre dünn geworden, sagt sie. Doch das hört man nur selten heraus. Beschwingt und sicher stimmt sie „Die Gedanken sind frei“ oder „Das Zigeunerlied“ an. Mit ihrer Gitarre haucht sie den Liedern noch ein wenig mehr Leben ein. Die Senioren sind schnell begeistert. Einige klatschen in die Hände, andere wiegen den Kopf im Takt der Musik. Auf jeden Fall sind fast alle textsicher, auch wenn sie teilweise an Demenz leiden. Werner Menzel, Geschäftsführer des Altersheims, freut sich über das ehrenamtliche Engagement: „Sie hat ja nun selber schon ein hohes Alter erreicht und ist trotzdem immer für die Bewohner da. Und die Bewohner mögen sie einfach.“ Ilse Ludwig begeistert nicht nur die Cultus-Bewohner. Montags singt sie mit Bewohnern der Johann Carl Müller Stiftung in Pillnitz, mittwochs besucht sie das Diakonische Altenzentrum Graupa. J. Richter

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