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Optimismus für den Industriepark

Die Wirtschaftsförderung erhält regelmäßig Anfragen für große Flächen wie in Zeithain. Das lässt auf neue Unternehmen hoffen.

Von Antje Steglich

„Ob in zehn Jahren im Zeithainer Industriepark ein Werk stehen wird, kann niemand mit Sicherheit sagen. Die Wirtschaftsförderung Sachsen ist diesbezüglich allerdings optimistisch.“ Das erklärte die Pressesprecherin der Wirtschaftsförderung Sachsen, Katja Mäder, auf SZ-Anfrage. Hintergrund dafür sind die Pläne des Freistaates und der Stadt Großenhain, auf dem Flugplatz der Röderstadt eine neue, über 220 Hektar große Ansiedlungsfläche für Großinvestoren schaffen zu wollen. Zeithains Bürgermeister Ralf Hänsel (parteilos), gleichzeitig Geschäftsführer der für den Zeithainer Industriepark (ZIP) zuständigen Gesellschaft EVGZ, kritisierte dieses Vorhaben scharf. Er könne keine Nachfrage nach solch großen Flächen erkennen und befürchtet, dass nun alle Kraft des Freistaates nach Großenhain fließt. Zudem verlöre der ZIP sein bisheriges Alleinstellungsmerkmal, mit 140 Hektar die größte erschlossene Ansiedlungsfläche Sachsens zu sein.

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Komplexe Standortentscheidung

„Es gibt pro Jahr etwa eine Handvoll Anfragen, in denen Flächen ab 50 Hektar gesucht werden“, so Katja Mäder weiter und bestätigt damit Aussagen des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), das die Großenhainer Pläne unter anderem mit der anhaltenden Nachfrage begründeten. Allerdings seien die Standortentscheidungen sehr komplex und werden auf der Grundlage einer Vielzahl objektiver und auch subjektiver Kriterien getroffen, so Sprecherin Mäder. So frage ein potenzieller Investor bei der Wirtschaftsförderung nicht nach einem konkreten Industriepark, sondern gibt Kriterien vor, die ein möglicher Standort erfüllen sollte. Eines der zentralen Kriterien sei die Größe, in Einzelfällen werde noch eine bevorzugte Stadtregion angegeben. „Passt die Anforderung, wird der Zeithainer Industriepark selbstverständlich mit angeboten“, verspricht Katja Mäder. Der Wettbewerb findet dabei häufig auf gesamtsächsischer, gesamtdeutscher oder gar auf internationaler Ebene statt. Grundsätzlich aber wären die Akteure vor Ort – zum Beispiel die Kommune – für die Vermarktung von Einzelstandorten selbst verantwortlich.