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Originell und authentisch

Wenn die Sollschwitzer Laienspielgruppe „Bratrowstwo“ auftritt, sind die Veranstaltungen meist ausverkauft.

Von Rainer Könen

Es kommt häufig vor, dass die Sollschwitzerin Sonja Rehor gefragt wird, wann das nächste Stück aufgeführt wird. Für die stellvertretende Leiterin der Theatergruppe „Bratrowstwo“ ist das ein Zeichen, dass „wir gut ankommen“. Wenn die Laienspielgruppe des sorbischen Vereins „Bratrowstwo“ auftritt, sind die Veranstaltungen meist ausverkauft. Was für die Qualität der Gruppe spricht und auch für die Auswahl der Stücke.

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Zu dem nach der Wende neu gegründeten sorbischen Verein „Bratrowstwo“ (sorbisch für „Bruderschaft“), der das kulturelle und geistige Leben in den sorbischen Dörfern der katholischen Pfarrgemeinde Wittichenau fördert, gehört neben einem Chor auch eine sorbische Laientheater-Gruppe. Dass das Laienspiel im sorbischsprachigen Teil der Lausitz eine lange Tradition hat, kann jemand wie Mirko Brankatschk am besten beurteilen. Er ist Schauspieler beim Deutsch-Sorbischen Volkstheater in Bautzen, gehört dort zu den Berufsschauspielern, die sorbische Laienspielgruppen in der Region betreuen. Zu den bemerkenswerten Aufführungen der Gruppe gehörte vor einigen Jahren „Genoveva“. Damit habe man an die Zeit erinnern wollen, so Sonja Rehor, als die Nationalsozialisten 1938 alle sorbischen Vereine verboten hatten. Nach dem Krieg hatte sich in Sollschwitz die Theatergruppe wieder gebildet, doch erst mit der Gründung des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters in Bautzen kam wieder Leben in die sorbischen Laienspielgruppen. Gesprochen wird auf der Bühne sorbisch. Seitdem Mirko Brankatschk die Gruppe als künstlerischer Leiter unterstützt, ist die Spielfreude bei den Bratrowstwo-Laiendarstellern gewachsen. Seine Erfahrungen gibt Brankatschk gern weiter. Der Schauspiel-Profi ist bei den Proben immer wieder fasziniert: „Unsere Laiendarsteller wirken in ihrer Spielweise originell und authentisch“.